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Archiv für Mai 2011

Helge Schneider: Buxe voll in Salzburg – Kritik

31. Mai 2011 3 Kommentare
Helge Schneider (Foto: www.Helge-Schneider.de)
Wann glaubt man einem Komiker? Noch nicht mal, wenn’s ernst wird!

SALZBURG (mc) – War am Sonntag bei Helge Schneider. Salzburg Congress ist nun wirklich nicht der Ort, den ich mir für sowas wünsche, aber bei uns hier tritt er eben nur dort auf. Außerdem waren die Karten ein Geschenk zum 16. Geburtstag meiner Tochter. Da muß ich sie als Erziehungsberechtigte schließlich begleiten und in den sauren Apfel beißen, den Auftritt eines Künstlers zu ertragen, von dem ich selbst begeistert bin, Atmosphäre hin oder her.

Das Programm Buxe voll ist bestimmt schon oft genug beschrieben worden. Vielleicht war es ein Extra des Salzburger Auftritts, dass sein Diener als Lakai im Mozart-Kostüm auftreten mußte. Nach einem grauenhaften Solo des Gitarristen, das Helge Schneider als super gelungen hinstellt, bringt der Lakai wieder Tee für den großen Meister, der allerdings protestiert und vehement nach Wasser verlangt. Da war mir als erfahrene Theaterbesucherin schon klar: Da stimmt was nicht.

Nach einem furiosen Vibrafonsolo setzt er, also Helge Schneider, sich nochmals ans Klavier, trinkt ganz viel Wasser und geht einfach ab. Er gibt der Band ein Zeichen weiterzuspielen. Die Leute finden`s lustig und warten auf seine Rückkehr. Sein Lakai (= Mozart) teilt lakonisch mit, dass Helge Kreislaufprobleme habe, und das Konzert jetzt abgebrochen werde. Selbst die Band scheint das nicht zu glauben, spielt Schleife. Dann kommt einer von den Technikern, erzählt das selbe und meint, es wäre kein Witz, muss aber dabei lachen – vermutlich unabsichtlich. Keiner glaubt ihm. Die Leute halten das natürlich für einen Scherz und bleiben stoisch sitzen. Sie lachen und schreien „Helge, Helge!“ und klatschen.

Dieses alles passierte im zweiten Teil des Programms, so etwa 20 Minuten nach der Pause. Plötzlich stellte sich eine Stille ein und im immer noch abgedunkelten Zuschauerraum flüstere ich als wie gesagt erfahrene Theaterbesucherin meiner heranwachsenden Tochter zu: „Solange das Saallicht nicht an ist, ist das Konzert nicht zu Ende.“ und bin mir sicher, das interessanteste Helge-Schneider-Konzert aller Zeiten erlebt zu haben. Meinem intelligenten Nachwuchs fällt daraufhin nichts Besseres ein, als 1.299 inzwischen verstummten Menschen in diesem Salzburg Congress Centrum lautstark entgegenzuschmettern: „Solange hier kein Licht an ist, gehe ich nicht!“ (War ja schließlich ihr Geburtstagsgeschenk. Kann man auch wieder irgendwie verstehen.)

Selbst als das – nicht nur für mich – erlösende Saallicht anging, und der dritte Mann auf die Bühne kam und das Konzert nun endgültig für beendet erklärte, verließen nur wenige den Saal. Tsss. Es war absurdes Theater – live. Nach meinem Gefühl: Es ist Helge Schneider wirklich schlecht gegangen. Um 22.15 Uhr standen alle vor der Tür. Da sieht man mal: Einem Komiker glaubt man nicht – egal, wie ernst es wird, egal, wie voll die Buxe ist.

Marlene Czurda © 2011 BonMoT-Berlin Ltd.

Diese Nachricht hat uns Marlene Czurda aus Salzburg zugeschickt. Wir freuen uns, wenn sich die Kabarettgemeinde weiter vernetzt. Nutzen Sie einfach die Kommentarfunktion oben oder mailen Sie an lachen@liveundlustig.de

Kabarett: Freikarten Rainald Grebe ‘Halleluja Berlin’

30. Mai 2011 2 Kommentare

Rainald Grebe: Halleluja Berlin (Foto: Jim Rakete)
BERLIN (bm) – Jetzt aber schnell! Wer gerne noch an der Verlosung der Freikarten für Rainald Grebe & das Waldbühnenorchester in der Waldbühne am 18. Juni teilnehmen möchte, sollte ganz schnell seinen Lieblingssong von Rainald Grebe ins Kommentarfeld eintragen. Am 30. Mai um Mitternacht geht die Glücksfee ans Werk!
Hier geht’s zur Liveundlustig-Kartenverlosung.

Kabarett-, Comedy- und Satire-Preis Prix Pantheon – TV-Tipp: Publikumspreis

Heute abend wieder WDR einschalten und abstimmen

Prix Pantheon LogoTV (bm) – Ihre Meinung ist gefragt! Heute gibt’s den zweiten Teil des Wettbewerbs im Bonner Pantheon Theater im WDR zu sehen. Das Fernsehpublikum kann seinen Preisträger für den Prix Pantheon 2011 wählen. 12 Kandidaten sind nominiert:

Tilman Birr, Sabine Domogala, Frank Fischer, Götz Frittrang, Gunkl, Helge und das Udo, Angelika Knauer („Frau Klein“), Kristian Kokol, Philipp Scharri, Philip Simon, The Fuck Hornisschen Orchestra und Christoph Tiemann

Sehen Sie sich heute abend um 23.15 Uhr im WDR den zweiten Teil der Aufzeichnung aus dem Bonner Pantheon Theater an und bilden Sie sich eine Meinung.

Die Stimmabgabe für den TV-Publikumspreis ist bereits
seit dem 22. Mai 2011 möglich unter:
www.wdr.de/comedy. Weiterlesen…

Dieter Hildebrandt erhält Ehrenstier aus der Hand von Georg Schramm

22. Mai 2011 5 Kommentare
Salzburger Stier Potsdam - Pause-Schramm-Hildebrandt (Foto ©  Carlo Wanka)

Rainer Pause, Georg Schramm und Dieter Hildebrandt - können alle drei auch nichts dafür

POTSDAM (bm) – „Erwarten Sie von mir bitte keine objektive Huldigung des Werkes. Dazu fehlt mir die Distanz.“ In seiner Rolle als Lothar Dombrowski hat Georg Schramm die Laudatio auf Dieter Hildebrandt gehalten, bevor er ihm am Freitag im Potsdamer Nikolaisaal den Ehrenpreis des Salzburger Stiers, den Ehrenstier 2011, überreichte. Schramm ist selbst Stierpreisträger. Er wurde 1990 ausgezeichnet. Der Salzburger Stier ist der internationale Kabarettpreis der deutschsprachigen Rundfunkanstalten.

Ausgesprochen persönlich hat Georg Schramm seine Rede gestaltet, denn „Dieter Hildebrandt ist Teil meiner politischen Sozialisation.“ Zunächst war er der bewunderte Kabarettist im Fernsehapparat im elterlichen Wohnzimmer und nun schon seit vielen Jahren ein Bühnenkollege – sind sie doch oft genug gemeinsam im Scheibenwischer aufgetreten – und inzwischen noch viel mehr: ein Freund.

Dieter Hildebrandt (Foto: Rudolf Klaffenböck)Ich kann doch auch nichts dafür heißt Dieter Hildebrandts aktuelles Programm, ein Titel, der im Zusammenhang mit der Preisverleihung eine weitere Bedeutung erhält. Er hat es in voller Länge gespielt, 120 Minuten Kabarett, die an Erkenntnis- und Pointendichte wirklich keine Wünsche offen lassen. Etwaige Bedenken, der Altmeister des deutschen Kabaretts könnte gewisse Ermüdungserscheinungen erkennen lassen, weil er dieser Tage seinen 84. Geburtstag feiert, entkräftet er mit einem starken Auftritt. Das Alter ist für ihn hauptsächlich ein Thema im Text und zwar als Zukunftsvision! Da malt er sich aus, wie es ihm dereinst beim betreuten Wohnen ergehen wird. Diese Phantasie gipfelt im unvergleichlichen Rentnerrap. Eine grandiose Vorstellung!

Beate Moeller © 2011 BonMoT-Berlin Ltd.


Verwandte Beiträge auf live und lustig:
7. Politischer Aschermittwoch 2011 in Berlin
30. Salzburger Stier 2011 in Potsdam

Am Tag vor der Preisverleihung hat Dieter Hildebrandt DeutschlandRadio Kultur ein Interview gegeben: Aus Versehen die Wahrheit sagen – Sie können es hier anhören oder hier lesen.

Salzburger StierNächste Termine: Ich kann doch auch nichts dafür

Mi, 1. Juni 2011: Vellmar, Festival Sommer im Park
Do, 2. Juni 2011: Schlitz bei Fulda, Schloss Hallenburg
Fr, 3. Juni 2011: Lauf, Bertleinaula
Fr, 17. bis So, 19. Juni 2011: Berlin, Tipi am Kanzleramt

Weitere Termine auf der Homepage von Dieter Hildebrandt ,
und hier finden Sie sämtliche Sendetermine der beteiligten Rundfunkanstalten

Kabarett-, Comedy- und Satire-Preis Prix Pantheon – TV-Tipp: Publikumspreis

Heute abend WDR anschalten und abstimmen

Prix Pantheon LogoTV (bm) – Ihre Meinung ist gefragt! Ab heute kann das Fernsehpublikum seinen Preisträger für den Prix Pantheon 2011 wählen. 12 Kandidaten sind nominiert:

Tilman Birr, Sabine Domogala, Frank Fischer, Götz Frittrang, Gunkl, Helge und das Udo, Angelika Knauer („Frau Klein“), Kristian Kokol, Philipp Scharri, Philip Simon, The Fuck Hornisschen Orchestra und Christoph Tiemann

Sehen Sie sich heute abend um 23.15 Uhr im WDR den ersten Teil der Aufzeichnung aus dem Bonner Pantheon Theater an und bilden Sie sich eine Meinung.
Den zweiten Teil des Wettkampfs zeigt das WDR-Fernsehen am So, 29. Mai um 23.15 Uhr.

Die Stimmabgabe für den TV-Publikumspreis ist
ab 22. Mai, also heute, möglich unter:
www.wdr.de/comedy. Weiterlesen…

Rainald Grebe in der Waldbühne – Kartenverlosung

19. Mai 2011 18 Kommentare

Rainald Grebe Halleluja Berlin

Halleluja Berlin – Jubiläumskonzert mit Waldbühnen Orchester

BERLIN (bm) – Rainald Grebe hat sich viel vorgenommen: Vor kurzem ist er 40 geworden, und das will er nun ganz groß feiern – mit einem Konzert in der Waldbühne am 18. Juni.

Rainald Grebe: Halleluja Berlin (Foto: Jim Rakete)Jahrelang ist er allein am Klavier aufgetreten, dann im Trio und im vergangenen Jahr mit dem Orchester der Versöhnung im Admiralspalast. Jetzt wird noch eins draufgesetzt. Für einen Abend. Das Orchester der Versöhnung wird zum Waldbühnenorchester.

Eine große Werkschau in nie dagewesener Besetzung soll es werden. Mit Blasmusik, Chören, Streichern und Abflussrohren. Als Special Guest kommt René Marik. Die Geschichte der Waldbühne mit ihren Großereignissen Olympia 1936, Rolling Stones 1965, Kirchentag 1989 bis zum Taschenlampenkonzert 2010 soll noch einmal lebendig werden. Berliner Turn-, Reit- und Brieftaubenvereine werden das Spektakel komplettieren. Und natürlich Feuerwerk.

Im Moment nimmt Rainald Grebe noch Reitunterricht, denn er möchte auf einem Schimmel in die Waldbühne einreiten. Dass das alles ein bißchen größenwahnsinnig ist, gibt er gerne zu, gibt aber zu bedenken: „Vielleicht habe ich nur einmal die Gelegenheit, in der Waldbühne zu spielen. Da will ich mir einen großen Spaß draus machen!“

Live und lustig verlost drei mal zwei Freikarten für dieses einmalige Freilichtspektakel am 18. Juni. Nutzen Sie die Kommentarfunktion oben und schreiben Sie uns Ihren Lieblingstitel von Rainald Grebe bis zum 30. Mai. Ihre e-mail Adresse wird dabei nicht veröffentlicht.

Beate Moeller © 2011 BonMoT-Berlin Ltd.

Marc-Uwe Kling: Das Känguru-Manifest – Kritik

kaenguru-manifest

Nicht ganz unproblematisch: Das Zusammenleben mit einem boshaften Beuteltier

BERLIN (gc) – Auch wenn Revolutionen die arabische Welt erschüttern, promovierten Politikern reihenweise die Titel aberkannt werden und Baden-Württemberg nicht mehr von den Christdemokraten regiert wird – es gibt im Leben noch unerschütterliche Konstanten. Eine davon ist die Wohngemeinschaft des Marc-Uwe Kling. Der lebt mit einem Känguru zusammen und hat ganz schön zu leiden. An der Boshaftigkeit, am anarchischen Wesen und an den kommunistischen Gedanken seines Mitbewohners. In den Känguru-Chroniken hat er vor zwei Jahren erstmals vom Leben mit dem Tier berichtet. Jetzt ist er mit dem Känguru-Manifest erneut auf Tour.

Marc-Uwe Kling (Foto: Benedikt Wald)Kling, der sich auch als Poetry Slammer einen Namen gemacht hat, liest Kurzgeschichten vor. Das sind kängurudurchhüpfte Berliner Alltagsbeobachtungen eines Thirtysomethings, zugespitzt und auf die Spitze getrieben: Da sind die Touristen auf dem Alexanderplatz, die mit dem eigenen Fotoapparat fotografiert werden wollen oder die Probleme eines Radfahrers, der mit seinem Gefährt im Schienenersatzverkehr befördert werden möchte.
Alles feine Beobachtungen dessen, was ein Eingeborener aus eigenem Erleben kennt und verabscheut. Ab und zu drängelt sich auch eine brillante Idee in die Texte: Da wird ein Schachspiel beschrieben, bei dem Figuren des Deutschen Herbstes bewegt werden. Schnell muss dann der Axel Springer in Sicherheit gebracht werden und der BKA-Präsident schiebt sich schützend vor den Bundeskanzler. Im Laufe des Abends tauchen die Figuren aus den Kurzgeschichten immer wieder auf und kommen zusammen: Sie bilden ein asoziales Netzwerk, das als Anti-Terrorgruppe einen Anti-Terroranschlag verüben will. Aber Slam-Text bleibt Slam-Text, vor allem, wenn er recht monoton und oft verhaspelt vorgelesen wird. Diese Sorte von Understatement ist eben auch ein Stilmittel des Slams.

Die Texte wechseln sich mit Liedern ab. Zur Gitarre singt Marc-Uwe Kling von Leuten im falschen Job, von der Flugangst eines Flugzeug-Terroristen und von all dem Langweiligen im Leben. Der jungenhafte Charme des Künstlers überdeckt dabei die musikalisch überwiegend recht genügsamen Songs und die rauhe, wenig geformte Stimme. Schade auch, dass die dauernde Aneinanderreihung von Geschichte und Lied und Geschichte und Lied nach kurzer Zeit ermüdet. Die Lieder selbst treiben die Handlung des Abends nämlich nicht voran und nicht jedes Lied hat einen Bezug zu den Geschichten. Manchmal führen die Geschichten auch auf Nebengleise und in Kopfbahnhöfe, aus denen umständlich herausmanövriert werden muss. Das überwiegend junge Publikum im Berliner Mehringhoftheater zeigte sich sehr angetan. Das Känguru aus dem Buch hüpft dabei weiter von Thema zu Thema.

Gilles Chevalier © 2011 BonMot-Berlin Ltd.


Fr + Sa, 13. + 14. Mai: Berlin, Mehringhoftheater, Kartentelefon: 030.691 50 99
So, 26. Juni: Göttingen, Theater im op
Sa, 2. Juli: Hamburg, Polittbüro; Kartentelefon: 040.280 55 467

www.marcuwekling.de

Kategorien:Comedy, Kleinkunst

Nils Heinrich erhält Salzburger Stier 2011 als Preisträger aus Deutschland

11. Mai 2011 1 Kommentar

Nils Heinrich (Foto: Gesine Heinrich)

Die anderen beiden Preise gehen an die multikulturelle Satire Cordoba – Das Rückspiel aus Österreich und an die Musik-Kabarettistinnen Knuth und Tucek aus der Schweiz – Ehrenstier für Dieter Hildebrandt

Salzburger Stier
POTSDAM (bm) – Zum 30. Mal wird er in diesem Mai verliehen: Der Salzburger Stier. Er gehört zu den renommiertesten und deshalb begehrtesten Preisen in Sachen Kabarett und Kleinkunst – neben dem Deutschen Kleinkunstpreis aus Mainz und dem Deutschen Kabarettpreis aus Nürnberg. Der Salzburger Stier ist der gemeinsame Kabarettpreis der deutschsprachigen Radios aus Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz. Somit also der größte europäische Kleinkunstpreis der Welt. Die Verleihung findet in diesem Jahr zum ersten Mal in Potsdam statt, am 20. und 21. Mai im Nikolaisaal.

CD Cover Nils Heinrich FDJDie Kunst des deutschen Preisträgers Nils Heinrich ist zwischen LeseShow, Musik, Kabarett und Comedy angesiedelt. Aus der Jurybegründung: „Der gebürtige Ostdeutsche und gelernte Stuttgarter beweist Witz und Scharfsinnigkeit, ganz gleich, ob er über Laktoseintoleranz rappt, über Martin Walsers Augenbrauen sinniert oder seinen deutsch-deutschen Werdegang kabarettistisch aufarbeitet.“ Der ihm jede Menge Stoff für seine Texte und Lieder liefert. Denn Nils Heinrich kommt aus Sangerhausen in Sachsen-Anhalt, hat in Hannover, München und Berlin gelebt, wo er die Lesebühne Die Brauseboys entscheidend mitgeprägt hat. Nach einem Zwischenstopp in Schwaben ist er im vergangenen Jahr nach Berlin zurückgekehrt.

Dieter Hildebrandt  (Foto Christoph Vohler)Einen Ehrenstier erhält der Grand Seigneur des politischen Kabaretts Dieter Hildebrandt. Für sein aktuelles Programm Ich kann doch auch nichts dafür und überhaupt für sein Lebenswerk. Der inzwischen 83-Jährige genieße „höchstes Ansehen, heißt es in der Begründung der Jury: „Mit seinen raffiniert verstotterten Halbsätzen stößt er in der Tradition eines Werner Finck zum Kern gesellschaftlicher Widrigkeiten vor, seine Kunst ist geprägt von heiterem Intellekt und genauer Beobachtung.“ Beim ersten Salzburger Stier 1982, damals noch in Salzburg, trat Hildebrandt übrigens zusammen mit dem Österreicher Werner Schneyder als Pate der Preisträger auf.

Cordoba Obonya (Foto Thomas Raab)Die österreichische Prämierung ist eine Neuheit in der Geschichte des Salzburger Stiers. Mit Cordoba – Das Rückspiel wird kein Kabarettprogramm im herkömmlichen Sinne gewürdigt, sondern ein satirisches Theaterstück über eine kleinbürgerliche Familie, die 1989 über Ungarn nach Österreich geflohen ist. Die Kabarettisten und Fernsehautoren Florian Scheuba und Rupert Henning haben das Solo geschrieben. Auf der Bühne stellt der Schauspieler Cornelius Obonya mehr als zwanzig Charaktere dar.

Knuth und Tucek (Foto Christoph Hoigné)Die Schweizer Preisträgerinnen Knuth und Tucek werden in ihrer Heimat von der Kritik als satirische Sensation gefeiert. In ihrem selbst erfundenen Genre ‚Heimatfilmtheater‘ haben Olga Tucek und Nicole Knuth bereits sechs Programme geschaffen. Ihre Lieder decken die ganze Palette politisch brisanter Themen von Pädophilie bis Waffenlobbyismus ab, spiegeln aber auch Alltäglich-Skurriles wider.

Der Salzburger Stier ist mit je 6.000 Euro dotiert und wird am 20. und 21. Mai 2011 im Nikolaisaal in Potsdam überreicht.

Freitag, 20. Mai 2011, 20 Uhr: Gala-Abend mit Dieter Hildebrandt und seinem Programm Ich kann doch auch nichts dafür. Die Laudatio hält Georg Schramm.

Sonnabend, 21. Mai 2011, 19 Uhr: Preisträgerabend mit Nils Heinrich (D), Knuth und Tucek (CH), Cordoba. Das Rückspiel (A)

Die Auftritte der Preisträger und das Rahmenprogramm werden von den ARD-Landesrundfunkanstalten, dem Deutschlandfunk, dem Österreichischen Rundfunk ORF, dem Schweizer Radio DRS und dem RAI-Sender Bozen gesendet.

Prix Pantheon 2011 für Gunkl, Philip Simon, Frank Fischer und Harry Rowohlt

9. Mai 2011 4 Kommentare

Fischer_Simon_Gunkl_(Foto Susanne Kempf)BONN (bm) – Die Preisträger in drei Kategorien sind gewählt. Der Sieger in der vierten wird später durch eine Abstimmung der Fernsehzuschauer ermittelt.

Der deutsche Kabarett-, Comedy- und Satirepreis Prix Pantheon ist mit insgesamt 13.000 Euro dotiert. In einem Wettkampf sind 12 geladenen Kabarettisten, (Musik-) Komiker, Solokünstler und Duos aus Öster-reich, Holland und Deutschland auf der Bühne des Bonner Pantheon gegeneinander angetreten. Weiterlesen…

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