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Dickes Lob für Anke Engelke von allen Seiten

Anke Engelke beim Eurovision Song ContestMit knappen Worten
ins Schwarze getroffen

“Heute Abend konnte niemand für sein eigenes Land abstimmen. Aber es ist gut, abstimmen zu können. Und es ist gut, eine Wahl zu haben. Viel Glück auf Deiner Reise, Aserbaidschan! Europa beobachtet Dich!”

Anke Engelke hatte am Samstag beim Eurovision Song Contest die wenigen Sekunden, die ihr zur Verfügung standen, um die Punkte aus Deutschland zu verkünden, raffiniert dazu genutzt, ein paar deutliche Worte Richtung Baku zu schicken, als sie sich live von der Hamburger Reeperbahn meldete. Rund 100 Millionen Fernsehzuschauer dürfte sie damit erreicht haben.

Eigentlich sollen ja politische Aussagen bei dieser internationalen Koproduktion nicht vorkommen, denn über der großen Unterhaltungs-Show schwebt der Gedanke einer europäischen Harmonie.
Und normalerweise wird bei dem Wettbewerb nur über Musiktitel und Kandidaten diskutiert, doch in diesem Jahr gab es heftige Diskussionen über die Politik des Regimes im Gastgeberland Aserbaidschan. Menschenrechtsorganisationen beklagen „Demokratiedefizite“ – um es einmal vorsichtig auszudrücken. Bei Protesten während des ESC in Baku griff die Polizei mehrfach hart gegen friedliche Demonstranten durch.

In den sozialen Netzwerken wird Anke Engelke für ihre Courage geradezu gefeiert. Da heißt es: “Meine 12 Punkte gehen an Anke Engelke. Die Frau hat Eier!”. Schon während der Übertragung kommentierten die User ihre Äußerung im Minutentakt als “genial”, “cooles Statement”» und “grandios”. Auf ihrer Facebook-Seite hieß es “anke…ich könnte dich knutschen (…) ich könnte dich totknuddeln” oder “Liebe Grüssen und Respekt aus Dänemark”.

Auch Fernsehkollegen zollten Engelke Respekt. Nela Panghy-Lee, die bei “Pro Sieben” das Boulevardmagazin “taff” moderiert, kommentierte auf Twitter: “Anke Engelke hat einfach Format”. Im Medienblog Carta schrieb Autorin Vera Bunse: “Die deutsche Punkte-Verkünderin Anke Engelke hatte als Einzige die Nerven, eine höflich verpackte Spitze gen Baku zu schicken”, bemerkte aber zugleich: “Betrüblich, dass andere Kommentatoren die Möglichkeit nicht genutzt haben.”

Auch ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber begrüßte Engelkes gelungene Formulierung: “Wir sind das einzige Land gewesen, das in der Show etwas gesagt hat”, betonte Schreiber in Baku. Er habe gewusst, dass Engelke sich äußern würde, aber nicht, mit welchen Worten. Sie habe das “in einer charmanten und doch sehr deutlichen Art gemacht”.

Beate Moeller © 2012 BonMoT-Berlin

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Kategorien:Fernsehen, News/ Termine
  1. 9. Juni 2012 um 17:02

    Hut ab!

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