Wortgewaltig, willenstark und widerspenstig
BERLIN (gc) – Seit fast zehn Jahren ist Volker Pispers mit seinem Programm „…bis neulich“ unterwegs. Junge und alte Texte kombiniert er darin immer wieder neu. Und obwohl Pispers sagt: „Ich mache seit 29 Jahren Kabarett, ich habe schon alle Koalitionen durch“, sind es doch immer wieder dieselben Themen in seinem Programm: Arbeitslosigkeit, Renten, Gesundheit, Wirtschaft. Das kann man als ein Zeichen für die Beständigkeit der Bundesrepublik Deutschland nehmen. Oder für die Großartigkeit seiner Texte.
Volker Pispers führt eine Bestandsaufnahme der politischen Gegenwart durch. Klingt trocken, ist aber ausgesprochen unterhaltsam. Er redet sich in Rage über dumme Sprüche, wie „Sozial ist, was Arbeit schafft“ oder „Ich will die Menschen mit der Politik versöhnen“. Dieser Satz stammt von Joachim Gauck, dem Bundespräsidenten der Herzen, aber Pispers „hätte so gerne mal einen mit Hirn gehabt!“ Weiterlesen…
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Welche Freiheit hätten Sie denn gern?
BERLIN (gc) – „Wissenschaft + Kabarett“ steht bei Vince Ebert ganz oben – nicht nur auf seiner Homepage. In seinem fünften Solo-Programm „Freiheit ist alles“, das er bei den Wühlmäusen gespielt hat, stellt der Diplom-Physiker spannende Zusammenhänge zwischen Physik und Philosophie her und sensibilisiert den Zuschauer für allerlei Freiheiten, die wegen ihrer Allgegenwart kaum mehr wahrgenommen werden. Weiterlesen…
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Wie ein Crack den Crash sieht – Erkenntnisgewinn!
BERLIN (gc) – „Wenn Wissen Macht ist, dann freut Euch schon mal auf zwei Stunden Ermächtigungskabarett“, sagt HG Butzko zu Beginn des Abends. Dabei fixiert er sein Publikum und hängt mit seinem Oberkörper zu einem guten Teil über einem Bistrotisch. Es herrscht ein wenig Kneipenatmosphäre auf der Bühne des Mehringhof-Theaters. Das passt gut, denn HG Butzko ist ein Freund lockerer Erklärungen.
In seinem Programm „Verjubelt“ will er aber nicht die ganze Welt erklären, sondern nur die Finanzkrisen: die von 2008, ausgelöst durch Immobilienspekulationen in den USA, und die von 2011, ausgelöst durch die zu hohe Verschuldung ganzer Staaten. Was auf den ersten Blick nach einer trockenen Veranstaltung klingt, ist in Wirklichkeit ein blitzgescheiter und Weiterlesen…
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Schlachtplan für die Revolution
BERLIN (gc) – Der Titel des vierten Solo-Programms von Mathias Tretter klingt nach Lifestyle-Kritik, nach Anti-Facebook-Manifest und der Sehnsucht nach der guten alten analogen Zeit, als Telefone noch Wählscheiben hatten. In Wirklichkeit ist es solides politisches Kabarett, kombiniert mit einer schönen Idee, wie denn jetzt endlich die Revolution kommen soll.
Tretter weidet sich zunächst ausgiebig am Tagesaktuellen. Bei der Berlin-Premiere in den nahezu ausverkauften Wühlmäusen erörtert er den Trend, neue Flughäfen in Deutschland nach Politikern zu benennen. Das könne zu Irritationen führen, wenn man verkürzt ausruft: „Franz Josef Strauß kriegt eine neue Landebahn, aber Willy Brandt ist immer noch dicht!“ Weiterlesen…
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Tänzer und Trommler in einer rasanten Show
BERLIN (gc) – Man kommt allein vom Zuschauen ins Schwitzen, wenn die sechs Tänzerinnen und Tänzer von Sheketak im Tipi am Kanzleramt loslegen. Die Gruppe um Danny Rachom und Zahi Patish aus Tel Aviv fasziniert durch ihre Energie und die mitreißenden Rhythmen. Worte brauchen sie kaum. Ihre Mischung aus Tanz, Musik, Comedy-Elementen und Videoinstallationen begeistert. Weiterlesen…
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Ein großer Abend in kleiner Besetzung
BERLIN (gc) – Annett Louisan und nur drei Musiker schaffen es, das große „Tipi am Kanzleramt“ in Berlin zu verzaubern. Das gelingt durch die zarten Töne, die vor allem den Instrumenten Cello, Gitarre und Klavier entlockt werden.
Die Bühne ist dezent beleuchtet, der Spot immer auf die Sängerin gerichtet. Artig zieht sie sich während der Instrumentalpassagen in den hinteren Bereich Weiterlesen…
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Beste Blicke auf das beste Leben, das wir haben
BERLIN (gc) – Sebastian Nitsch ist 34 Jahre alt und lebt in Berlin. Höchste Zeit für einen aufstrebenden Künstler, die Premiere des Soloprogramms „Unsterblichkeitsbatzen“ zu feiern. Abergläubisch ist er offenbar nicht, denn ausgerechnet am Freitag, den 13. April, präsentiert er seinen Abend im ausverkauften Zebrano-Theater in Friedrichshain.
Nitsch ist Profi darin, unangenehme Tätigkeiten aufzuschieben. Offen geht er mit seinem Leiden um und bekennt seine Abneigung gegen die Wörter „jetzt“ und „sofort“. „Jetzt und Sofort wollen heiraten. Dann heißen sie Jetzt-Sofort. Und um wie viel schöner klingt das Wort ‚spääääter‘!“ Damit ist klar: Ein Wortspieler macht sich Gedanken – und zwar sehr geschickt.
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Hoch die InterNEIDtionale und die Mißgunst!
BERLIN (gc) – Zweischneidig, dieser Abend im Berliner Mehringhoftheater. Ist das jetzt politisches Rollenspiel oder gebremstes Kabarett? Beides bietet das Programm „Revolte!“ von Robert Griess an. Sauber trennt er die Programmhälften in ein Rollenspiel und einen Kabarett-Block. Da schlägt er dann vor, Windräder mit Managern von Rating-Agenturen und anderen Elite-Versagern zu schmücken. Aber weil er „gegen Gewalt ist, soll man sie nur dranhängen, nicht aufhängen!“ Oder er sagt mißglückte Zitate von Politikern auf und erzählt politische Witze. Aha!
Im Bereich Rollenspiel dann die drei Väter vom Spielplatz: Herr Schober, Herr Stapper und Herr Griess. Herr Schober ist links-liberal und war früher politisch aktiv. Herr Griess ist Kabarettist und Herr Stapper „echter kölscher Assi-Adel“. Weiterlesen…
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Aus dem Leben eines ungleichen Paares
BERLIN (gc) – Es könnte ihm so gut gehen, dem Stephan Bauer! Seit Februar tourt er mit seinem Programm „Warum heiraten – Leasing tut’s auch“ erfolgreich durch die Lande. Bei seiner Premiere in Berlin waren die Wühlmäuse ausverkauft. Unter den Besuchern waren auffallend viele Pärchen, denn Stephan Bauer will von seinem Glück erzählen: Nach seiner Scheidung und sechs Jahren Single-Dasein kennt er jetzt Sina! Die 25-jährige Traumfrau ist für den Mann in seinen frühen Vierzigern das ganze Glück. Weiterlesen…
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