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Posts Tagged ‘Kritik’

Lebensläufig – Kritik Martin Valenske

Martin Valenske - Foto HP DistelMartin Valenske: „Curriculum Vitae Minimalis – Generation B.A.“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Da steht er nun, der arme Tor, und ist so klug als wie zuvor! Martin Valenske hat zwar eine Auszeichnung für seine 25-semestrige Betriebszugehörigkeit zur Humboldt-Universität zu Berlin erhalten – ein Job war damit aber nicht verbunden!

Jetzt versucht er sich auf der Bühne im Distel Studio in Berlin. Dabei wirkt Martin Valenske zu Beginn etwas verloren. Fast nach Checkliste versucht er, „durch Publikumsinteraktionen das Eis zu brechen“.

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Kategorien:Kabarett, Kritik

Dem Sprit auf der Spur – Kritik Philipp Weber

Philipp Weber Durst - Foto Inka MeyerPhilipp Weber: „DURST – Warten auf Merlot“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Es sind nicht nur die Fans von Samuel Beckett, die sich beim Titel „DURST – Warten auf Merlot“ im Theatersaal der Berliner ufaFabrik versammelt haben.

Wer den aufklärerischen Stil von Philipp Weber schon in seinem vergangenen Programm „FUTTER – Streng verdaulich“ schätzen gelernt hat, kommt auch hier auf seine Kosten – ergänzt um eine nahegehende, sehr persönliche Geschichte.

Philipp Weber, der sich nicht nur als Kabarettist, Weiterlesen…

Kategorien:Kabarett, Kritik

Die fast perfekte Frau – Désirée Nick berichtet „Neues von der Arschterrasse“

Nick Arschterrasse Cover… und lästert über die Abgründe unerreichbarer Schönheitsideale – Buchkritik

von Axel Schock

Als die Schauspielerin Désirée Nick Anfang der 1990er Jahre ihre Karriere ins Comedyfach verlegte, sorgte sie beim neugewonnenen Publikum zunächst für etwas Verwirrung. Viele wollten schlicht nicht glauben, dass dieses Schandmaul da auf der Bühne eine echte Frau und keine Drag Queen sein sollte. Und für so manche Geschlechtsgenossin, die ihr Selbstverständnis auf klassisch feministischen Werten aufbaute, galt die Nick schlicht als ordinäre Frauenfeindin.

Die alleinerziehende Self-Made-Woman hat es derweil sogar bis zur Dschungelkönigin gebracht. Alle Versuche, sie als zotiges, blondes Dummchen abzutun, hat Nick erfolgreich abgewehrt. Spätestens Weiterlesen…

Bibelfest, selbstzufrieden – Pemierenkritik Oliver Polak

Oliver Polak - Foto Daniel JosefsohnOliver Polak lotet mit „Krankes Schwein“ die Grenzen des guten Geschmacks aus

von Gilles Chevalier

BERLIN – Oliver Polak spielt sein neues Programm „Krankes Schwein“ in den Berliner Wühlmäusen. Der Clou dabei: Von ihm ist zunächst nichts zu sehen, denn die ersten zwanzig Minuten des Abends gestaltet David Deery in englischer Sprache. Das ist genauso ungewöhnlich wie der Rest des Abends.

David Deery stammt aus den USA und hat deshalb einen ganz besonderen Blick auf Deutschland und die Deutschen. Solch komische Wörter wie „Mitfahrgelegenheit“ und „Reißverschlusssystem“ gibt es im Englischen nicht. Sie sind auch nicht übersetzbar, sagt er. Sie helfen jedoch, den Deutschen zu charakterisieren: als Regelversessenen. „Käse mit dem Brotmesser schneiden, bringt jeden Deutschen um den Verstand“, sagt Deery.

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Kategorien:Kabarett, Kritik, Premiere

Empört Euch! – Kritik Serdar Somuncu

13. März 2014 1 Kommentar

Serdar Somuncu: „Hassprediger Reloaded“

Großer Bahnhof am Anhalter Bahnhof in Berlin! Serdar Somuncu hat den großen Saal des Tempodroms reserviert, um sein Programm „Hassprediger Reloaded – Hassias HimmelFahrt. Die finale Odienz“ zu präsentieren. Mehr als 2.500 Gäste waren im Tempodrom. Einer von ihnen war unser Kritiker. Und der hat den Saal überrascht verlassen.

Serdar Somuncu 01 – Foto © d2m_berlinvon Gilles Chevalier

BERLIN – Es hat schon vor der Veranstaltung misstrauisch gemacht, dieses Schild mit der Aufschrift: „Die Veranstaltung wird ohne Pause gespielt!“ Und dann sagt Serdar Somuncu auch noch, dass die Show zweieinhalb Stunden dauern wird. Ganz allein bespielt er die große Bühne, hat keinen Chor, keine Tanzgruppe und keine Requisiten dabei. Nur das Wort, das er gewaltig gegen das Publikum einsetzt.

Ja, auch gegen das Publikum, wenn es hereinruft. „Lauter“, will es einer haben, dieses Wort das zu Somuncu nur in Kaskaden herabstürzt. Doch er ist der König des Abends, hat die Lautsprecheranlage auf seiner Seite. Er zeigt dem Hereinrufer, wo der Hammer hängt und macht sich über ihn lustig. „Ich bin Gott und Prophet in einer Person und ihr seid alle Schläfer!“, erklärt er seine Religion, den Hassismus. Und den vertritt er ordentlich. Weiterlesen…

Kategorien:Comedy, Kabarett, Kritik

Nichts für fromme Betschwestern: Burlesque queer – Kritik

Briefs Captain KiddDie australische Varieté-Truppe „Briefs“ präsentiert im Tipi nackte Tatsachen

von Axel Schock

BERLIN – Diese Jungs lassen sich nicht lange bitten. Schon am Ende der ersten Ensemble-Nummer, bei der sie die Kunst des Federfächer-Tanzes zur Perfektion treiben, haben sie sich ihrer prächtigen Kostüme auch schon entledigt.

Dass sich die australische Truppe ausgerechnet „Briefs“ (zu deutsch: Schlüpfer) nennt, kommt nicht von ungefähr. Die halbe Zeit dieses fulminant-unterhaltsamen Abends haben die Herren nämlich nicht viel mehr auf dem Leib – abgesehen von Lidschatten, Brusthaar, Pumps, Perücken oder manch anderer schräger Kopfbedeckung. Und bisweilen reicht es dann auch nicht einmal mehr zu einer richtigen Unterhose. Weiterlesen…

Operettet die Republik! – Premierenkritik

CliviaDie Geschwister Pfister erobern in der Operette „Clivia“ nun auch die Komische Oper

von Axel Schock

BERLIN – Es war nur eine Frage der Zeit, dass die Geschwister Pfister alias Tobias Bonn, Christoph Marti und Andreja Schneider, endlich auch in ihrer Wahlheimat Berlin zu Staatstheaterehren kommen würden.
Denn jenseits ihrer ureigenen musikalischen Shows als multikulturelle Wahlfamilie Pfister haben sie andernorts über viele Jahre hinweg eine Parallelkarriere in Operetten- und Musicalproduktionen aufgebaut – vom Theater St. Gallen über das Stadttheater Bern bis zum Münchner Residenztheater.

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Tunten, Trash und Tränen – Premierenkritik

Les Cagelles 01 - Foto © Adrienne GerhäuserDie Bar jeder Vernunft verwandelt sich für “La Cage aux Folles” – “Ein Käfig voller Narren” zum Broadway en miniature

von Axel Schock

BERLIN – Oberammergau hat seine Passionsspiele, Berlin die Bar jeder Vernunft. Auch da gibt’s im Zehn-Jahres-Rhythmus eine neue, ganz große Show jenseits des klassischen Programms aus Kabarett, Chanson und Entertainment.

Das „Weiße Rössl“ von 1994 (unter anderem mit Max Raabe, den Geschwistern Pfister und Otto Sander) ist längst Operettenlegende. Vincent Paterson‘s Kammerversion des Musicals „Cabaret“ (2004) wurde wegen des immensen Erfolges mehrfach wieder aufgenommen und zog konsequenterweise ins große Schwesterhaus, das Tipi am Kanzleramt.

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Kabady und Comerett – Kritik Fatih Çevikkollu

14. Februar 2014 1 Kommentar

FatihtagFatih Çevikkollu: „Fatihtag“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Der Kölner Kabarettist Fatih Çevikkollu macht mit seinem vierten Programm „Fatihtag“ für eineinhalb Wochen Station in der Tempelhofer ufaFabrik. In extravaganter Fußbekleidung und mit breitem Grinsen legt er seine Weltsicht dar.

Einen knallroten Anzug ergänzt Fatih Çevikkollu um knallrote Birkenstock-Sandalen. Barfuß steht er in ihnen und sagt zum Publikum: „Ich lad‘ dich zum Leben ein.“ Das macht er den ganzen Abend so, in diesem Aufzug und in der zweiten Person Singular. Eigenwillig ist Weiterlesen…

Kategorien:Comedy, Kabarett, Kritik

„MENSCHENsKIND“ – Dagmar Manzel singt Friedrich Hollaender

11. Februar 2014 Hinterlasse einen Kommentar

MENSCHENsKINDvon Axel Schock

BERLIN – Nun also Friedrich Hollaender. Die Theater- und Filmschauspielerin Dagmar Manzel bleibt in ihrer neuen Karriere als Diseuse dem Komponistenporträt treu.

Ihr erstes Soloprogramm mit begleitender CD hatte sie Werner Heymann gewidmet. Daran nun eine Auswahl an Hollaender-Kompositionen anzuschließen, ist Wagnis und sichere Bank zugleich.

Die ursprünglich für Film, Revue und Kabarett geschriebenen Chansons sind Evergreens und bestens bekannte Hits einerseits, andererseits aber muss jeder Interpret, jede Interpretin Weiterlesen…

Basst scho! – Kritik Mia Pittroff

7. Februar 2014 Hinterlasse einen Kommentar

Mia Pittroff - Foto Kultus KölnMia Pittroff: „Mein Laminat, die Sabine und ich“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Die Bayreutherin Mia Pittroff macht aus ihrer fränkischen Herkunft kein Geheimnis. Viel zu selten wird dieser Dialekt so charmant dargeboten. Das war ein Grund für ihren gefeierten Auftritt im BKA-Theater in Kreuzberg. Aber natürlich lag es auch an ihren Liedern und Geschichten.

Diese Geschichten sind vielfältig, sowohl in Thema als auch in Perspektive. Mia Pittroff vermeidet es konsequent, aus der eindimensionalen Sicht einer alleinstehenden oder verlassenen oder Weiterlesen…

Kategorien:Kabarett, Kritik

Gerhard Polt Ex-Kinostar – Ein Abgesang

3. Februar 2014 1 Kommentar

Polt Äktschn-01 - Foto PR Majestic FilmverleihDer bayerische Kabarettist und seine neue Kinokomödie „Und Äktschn!“
im Kino ab 6. Februar 2014

von Axel Schock

Wer möchte schon, dass seine Filmkarriere ausgerechnet mit einem veritablen künstlerischen wie finanziellen Flop endet?

Das muss umso mehr schmerzen, wenn man – wie Gerhard Polt mit „Kehraus“ (1982) und „Man spricht deutsh“ (1988) – zwei bis heute gültige Satiren für die große Leinwand geliefert hat. Ob seine Milieustudie über deutsche Versicherungsangestellte oder über das Verhalten deutscher Pauschaltouristen – auch noch 30 Jahre später bleibt einem bei diesen erschreckend authentischen Alltagsbeobachtungen das Lachen im Halse stecken. Weiterlesen…

Kategorien:Kabarett, Kritik, Spezial

Wenn jedes Ende doch so schön wäre! – Kritik Der Tod

31. Januar 2014 Hinterlasse einen Kommentar

???????Der Tod: „Mein Leben als Tod“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Reiche Beute machte der Tod dieser Tage in den ausverkauften Berliner Wühlmäusen. Um die 500 Zuschauer wollten wissen, wie sich ein ganzer Abend mit ihm anfühlt. Doch er ließ auf sich warten und schickte zur Einstimmung einen Kollegen auf die Bühne.

„Das blühende Leben“ hat der Tod vorangeschickt! In einem farbenfrohen und mit Blumen behängten Umhang sorgt es für gute Laune. Allerdings verhindern eine überdimensionale bunte Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille mit Weiterlesen…

Kategorien:Comedy, Kritik

Eingeschränkt vergnügungsfähig – Kritik Ausbilder Schmidt

24. Januar 2014 Hinterlasse einen Kommentar

Ausbilder SchmidtAusbilder Schmidt:
„Schlechten Menschen geht es immer gut“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Da ist er wieder, der Mann in grauer Uniform mit rotem Barett und schmucklosem Koppel. Hat sich mit seinem sechsten Programm durchgekämpft auf die Bühne der Berliner Wühlmäuse: Ausbilder Schmidt. „Schlechten Menschen geht es immer gut“, heißt es.

Sein Image vom tumben und machtbesessenen Bundeswehr-Ausbilder hat er beibehalten. Klar doch, er ist ein schlechter Mensch und wirbt offensiv für diese Charaktereigenschaft: „Als schlechter Mensch sparst Du Zeit, weil Dich niemand um Hilfe bittet.“ So kann er das Rekrutenschinden viel gelassener angehen. Weiterlesen…

Kategorien:Comedy, Kritik

Ganz schön stark: Schüler spielen Kabarett in Cottbus – Kritik

21. Januar 2014 Hinterlasse einen Kommentar

Schülerkabarett Cottbus 01 2014 – Foto © BonMoT-BerlinDas „Schülerkabarettensemble“ bei den „Ei(n)fällen“ 2014

von Gilles Chevalier

COTTBUS – Einen Ensemblenamen haben sie nicht, einen Titel hat das Programm auch nicht. Soll man sich so etwas wirklich ansehen? Und zu einer ungewöhnlichen Zeit sind sie auch noch aufgetreten: Samstag, um 15 Uhr, in der Cottbusser Mensa der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus – Senftenberg. Mein Gott, sperriger geht es ja kaum!

Doch langsam. Diese Mensa war in der letzten Woche eine der Spielstätten des 19. Kabaretttreffens der Studiosi, Ei(n)fälle.
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Kategorien:Kabarett, Kritik, Spezial
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