Archiv

Posts Tagged ‘Kritik’

Geschichte mal anders, ohne Kriege mit nackten Germanen und Wagner – Kritik Sebastian Schnoy

28. September 2014 Hinterlasse einen Kommentar

2014-09-27 Sebastian Schnoy Napoleon Hut - Foto © BonMot-Berlin _ Carlo WankaSebastian Schnoy: “Von Napoleon lernen, wie man sich vorm Abwasch drückt.”

von Carlo Wanka

Warum wir Geschichte in der Schule nie so gerne wollten, läge an den Zahlen und Kriegen. Mit dieser Überzeugung eröffnet der Hamburger Kabarettist und Buchautor Sebastian Schnoy sein Programm.

“333” wirft er in das fast ausverkaufte BKA-Theater, rechts antworten Mehrere prompt: “Bei Issos Keilerei!”
Herr Schnoy begrüßt die Wissenden. Die Unwissenden dürfen dieser Begabtenecke nun applaudieren. Er fragt nicht nach dem geschichtlichen Großereignis. Nett von ihm.
Weiterlesen…

Kategorien:Kabarett, Kritik

Zwischen Sartre und Selbstoptimierung – Premierenkritik Florian Schroeder

27. September 2014 Hinterlasse einen Kommentar

Florian Schroeder 300 - Foto © Agentur Rampensau _ Gerd WinterleFlorian Schroeder: „Entscheidet Euch!“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Im Berliner Kabarettheater Die Wühlmäuse feiert Florian Schroeder die Premiere seines vierten Soloprogramms. „Entscheidet Euch!“ heißt es und ist eine gelungene Mischung aus Parodie, Politik und Gesellschaftsbetrachtung. Dabei hat Schroeder besonders seine eigene Generation ins Visier genommen: Die jungen Erwachsenen, die mitten im Leben stehen und nun wichtige Entscheidungen für die Zukunft treffen müssen.

Das kann der Kauf eines neuen Notebooks sein, der sich infolge der Weiterlesen…

Kategorien:Kabarett, Kritik, Premiere

Ohne Fracksausen mit dem Butzemann auf Spaß-Tour – Kritik Ass-Dur

19. September 2014 1 Kommentar

Attachment - Foto Jan Wirdeier - PR Bar jeder VernunftAss-Dur: „3. Satz: Scherzo Spirituoso“

von Gilles Chevalier

BERLIN – „Wir haben im dritten Programm den Witz in die Aussprache gelegt“, sagt Benedikt Zeitner in seinem Frack und besteht auf der deutschen Aussprache des italienischen Wortes „scherzo“. Ein Scherz, zweifellos. Dominik Wagner am Stutzflügel trägt Kapuzenpulli und Jogginghose.

Uraufführung ihres dritten Programms war am 11. September 2014 in der Bar jeder Vernunft in Berlin. „Ein knalliges Datum“, bemerkt Zeitner, „denn an diesem Tag hat Franz Beckenbauer Geburtstag.“

Nach einer Weiterlesen…

Stankt Ingberter Pfannen 2014 für René Sydow und Timo Wopp

12. September 2014 Hinterlasse einen Kommentar

2014 - Stankt Ingbert - Die Gewinner - Foto © Rainer Hagedorn Collage Carlo WankaDrei Preise für zwei Gewinner

von Beate Moeller

ST.INGBERT – Nach vier Tagen Wettkampf der zwölf Teilnehmer im saarländischen Sankt Ingbert stehen die Gewinner fest. Die Jury vergibt ihre beiden gleichwertigen Preise an René Sydow und Timo Wopp. Die 800 Besucher des Spektakels in der Stadthalle entscheiden sich mehrheitlich ebenfalls für Timo Wopp.

Jeder der drei Preise ist mit einer exklusiven Kupferpfanne aus französischer Herstellung und 4.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am Freitag, 12. September 2014 in der Stadthalle von Sankt Ingbert statt.

 

Für Liveundlustig hat Gilles Chevalier ausführlich über den Wettbewerb in Sankt Ingbert berichtet. Überblick HIER.

Weiterlesen…

Das große Kleinkunstfestival der Wühlmäuse 2014

12. September 2014 2 Kommentare

Das große Kleinkunstfestival der Wühlmäuse 2014 - Collage & Foto © BonMoT-Berlin/ Carlo Wanka

 

Jurypreis für Torsten Sträter, Publikumspreis für Ole Lehmann, Ehrenpreis für Bastian Pastewka, Berlinpreis für Eckart von Hirschhausen

 

von Beate Moeller

… am Ende des Berichts findet ihr eine lustige Bildersammlung …

BERLIN – Was für ein Marathon! Vier Stunden Kleinkunst, 20 Künstler auf der Bühne, davon vier frisch gekürte Preisträger 2014, zwei Vorjahrespreisträger und sageundschreibe: eine Frau. Das Theater der Wühlmäuse bis auf den letzten Platz besetzt, gleichzeitig Live-Übertragung im RBB mit Voting der Fernsehzuschauer. Weiterlesen…

Der vierte Wettbewerbsabend in Sankt Ingbert 2014

11. September 2014 2 Kommentare

2014 - Stankt Ingbert - 4. Wettbewerbstag - Foto © Rainer Hagedorn Collage Carlo WankaOn stage tonight: René Sydow, Joachim Zawischa und Duo Diagonal

von Gilles Chevalier

ST. INGBERT – Der Auftrittsapplaus für den nimmermüden Moderator Philipp Scharri ist schwach. Die Zuschauer wirken zu Beginn des letzten Wettbewerbsabends müde und abgeschlafft. Keine guten Voraussetzungen für 34-jährigen René Sydow, der Ausschnitte aus seinem Programm „Gedanken! Los!“ zeigt. Doch Sydow steckt voller Energie und lässt sich auch von einem aus tontechnischen Gründen erzwungenen Neustart seines Programms nicht aus der Fassung bringen. Weiterlesen…

Der dritte Wettbewerbsabend in Sankt Ingbert 2014

10. September 2014 2 Kommentare

2014 - Stankt Ingbert - 3. Wettbewerbstag - Romy Seibt - Foto © Rainer Hagedorn Collage Carlo WankaOn stage tonight: Alexandra Gauger,
Timo Wopp und Das Lumpenpack

von Gilles Chevalier

ST. INGBERT – Alexandra Gauger ist Mezzosopranistin mit Opernhintergrund. Den schiebt sie aber ein wenig zur Seite, um Ausschnitte aus ihrem Programm „Spiel mir das Lied vom Glück“ zu zeigen. Gesangsparodie und Sozialkritik sind die Themen ihres Vortrags.

Gut, auf einen neu betexteten „Carmen“- Ausschnitt will sie nicht verzichten. Als sie bei Whitney Houston Wortfindungsstörungen diagnostiziert, hat sie das Publikum schon fast erobert. Weiterlesen…

Die letzte Gardine – Zur Larmoyanz von Abschiedtouren. Teil 1

9. September 2014 1 Kommentar

Die letzte Gardine - Schramm, Priol, Malmsheimer - Collage Carlo WankaJochen Malmsheimer, Urban Priol und Georg Schramm: die Alten aus der Anstalt

von Marianne Kolarik

BONN – Allein der Aufführungsort ist der Hammer: am Kopfende des Alten Plenarsaals des Bundestages in Bonn prangt ein überdimensionaler Adler, die so genannte „Fette Henne“, ein aus Aluminium bestehender Wappenvogel, dessen Gefieder symbolträchtig asymmetrisch und lückenhaft ist. Sehr beeindruckend.

Im Plenum des 1992 eingeweihten Hauses war Platz für 520 Abgeordnete, auf der Tribüne für 400 Zuschauer. Hier also, in diesem transparenten Bau Weiterlesen…

Kategorien:Kabarett, Kritik

Experiment gelungen – Kritik Ingo Oschmann

6. September 2014 1 Kommentar

Ingo Oschmann - Kookaburra Preview 2014-09-05 - Foto © Carlo WankaIngo Oschmann probiert sein neues Programm „Wort, Satz und Sieg!“ aus

von Carlo Wanka

BERLIN – Jeder von uns hat seine persönliche Krise erlebt oder noch vor sich. Doch was kommt danach? Bei Ingo Oschmann ein Gewinn!

Ein Gewinn war es auch, im Kookaburra Comedy Club die Preview seines neuen Programms mitzuerleben. Ingo Oschmann, back on Stage mit neuen Zaubereien und Tricks. Absolutely understatement präsentierte er Highlights von „Wort, Satz und Sieg!“. Am 24. September 2014 ist der Start im Universum in Bünde. Weiterlesen…

Kategorien:Comedy, Kritik, Varieté

Hochgradig verwickelt – Robert Griess

4. September 2014 Hinterlasse einen Kommentar

Robert Griess - ich glaub' es hackt - mit neuer CD - erschienen bei 'einlächeln'

Robert Griess: „Ich glaub’ es hackt!“

von Carlo Wanka

BERLIN – 20 Uhr. Die Sommerpause ist passé, Publikum trifft sich wieder in den Theatersesseln. So auch in den Wühlmäusen in Berlin. Robert Griess, ein Kölsche Kabarettist mit politischem Anspruch, steht vor 180 meist preußischen Augenpaaren. In rheinländischer Gelassenheit erklärt er, dass er keinen erkennt, da die Scheinwerfer so blenden.

Ihm würde Applaus sehr helfen, und die Reaktion des Publikums würde ihn anspornen, dies dann wiederum das Publikum und dieses wiederum ihn, und so würde man sich prächtig in den Abend steigern. Den Menschen um mich herum steht die Unzumutbarkeit wie eingemeißelt in den Gesichtern und leises höhnisches Geräusper zieht durch die Reihen. Ich sage es gleich vorweg: In Berlin ist aller Anfang schwer, aber er hat sie alle gekriegt und das zu Recht. Schon lange habe ich kein so intelligent gestaltetes Programm erlebt.
Weiterlesen…

Kategorien:Kabarett, Kritik

Tilman Birr – Reiseempfehlungen für um die Ecke

Birr Zum Leben CDTilman Birrs Hörbuch „Zum Leben ist es schön, aber ich würde da ungern auf Besuch hinfahren. Eine kleine Heimatkunde“

von Hans-Jürgen Lenhart

Lesebühnenautor Tilman Birr betätigt sich nach seinem Debut als Stadtbilderklärer in Berlin nun in seiner „kleinen Heimatkunde“ teilweise wieder als eine Art Reiseführer und zwar dorthin, wo Deutschland am deutschesten ist – wie beispielsweise im Ruhrgebiet.

Und genau dort an der Ruhr lebt ein rühriges Volk „von Hausmeistern und Gerätewarten, die schon Mitte der Neunziger ein Handy am Gürtel trugen, damit es auch jeder sehen konnte. Leute, die mit ‚Mahlzeit‘ grüßen und sich mit ‚tschüssikowsi‘ verabschieden.“ Weiterlesen…

Schonungslose Brunftzeit: Platzhirschinnen

4. August 2014 1 Kommentar

Platzhirschinnen_Plakat_klNessi Tausendschön präsentiert die Platzhirschinnen im Düsseldorfer Kom(m)ödchen – mit Etta Scollo und Anka Zink und Band

von Marianne Kolarik

DÜSSELDORF – „Heute Abend wird es schön“, verspricht Nessi Tausendschön zu Beginn des Abends im Düsseldorfer Kom(m)ödchen. Draußen vor der Tür tobt die Meute, auf der Bühne zeigen die „Platzhirschinnen“, wie frau es gepflegt krachen lässt. Und zwar ganz im Zeichen der neuen deutschen Leichtigkeit – und nicht zuletzt dank einer grandiosen Band. Laia Genc am Flügel, Ulla Oster am Kontrabass und Carola Grey am Schlagzeug sind ein tolles Weiber-Trio mit jeder Menge musikalischer Power, die sich aus stupendem Können und harmonischem Zusammenspiel speist.

Die Idee, eine Art Ladies Night zu präsentieren, ist zwar nicht neu, überzeugt aber dennoch dank der ausgewählten Gästinnen („das sagen wir immer“). An diesem Abend stellt Frau Tausendschön die aus Sizilien kommende Musikerin und Sängerin Etta Scollo vor („sie muss nicht witzig sein, weil sie eine so tolle Stimme hat, ich schon“). Weiterlesen…

Einen Sekt auf das Proseccopack! – Kritik Proseccopack

ProseccoPack - Foto Christian Rolfes - Design CWankaProseccopack: „Frau der Ringe“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Es ist die letzte Chance, diese Produktion zu sehen! Seit 2011 tourt das „Proseccopack“ mit dem Programm „Frau der Ringe“ durch die Lande. Zum letzten Mal wird die Produktion in der Berliner Bar jeder Vernunft gespielt. Nora Boeckler, Melanie Haupt und Judith Jakob spielen eine fein gesponnene Geschichte der Kom(m)mödchen-Autoren Dietmar Jacobs und Christian Ehring.

Drei Schulfreundinnen treffen auf der Hochzeit einer vierten Klassenkameradin zusammen und ziehen Bilanz. Weiterlesen…

Kategorien:Kabarett, Kritik

Promblembären auf Thunfischfang bei den Wühlmäusen – Kritik „Mann über Bord“

Mann über Bord - Hofschneider, Schnarre, Bürgi, van Parys - Foto © Dietrich DettmannEin heiterer Herrenausflug

von Gilles Chevalier

BERLIN – Für die Sommerzeit hat man sich bei den Berliner Wühlmäusen etwas Besonderes ausgedacht: Damit die Kollegen bei der Hitze nicht zu oft auf die Leiter steigen müssen, um die Außenwerbung zu ändern, gibt es fünf Wochen lang ein Stück en suite: „Mann über Bord – Eine musikalische Midlife-Krise“ heißt es.

Am Bodensee treffen sich vier Freunde zu einem Wochenende unter Männern. Seit Schulzeiten kennen sie sich, inzwischen sind sie schon fast 50. Jeder erzählt aus seinem Leben, schließlich sind hier vier Prototypen versammelt: Ein Besserwisser ohne Freundin, ein vermeintlich Schwuler, ein Schöner und Erfolgreicher und ein ganz normaler Bierbauch mit Mann dran. Weiterlesen…

Kategorien:Kritik, Schräges

Ein Glückstag – Kritik Axel Pätz

Axel Pätz - chill mal - Fotograf www-AlexLipp-de 2014Axel Pätz: „Chill mal!“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Auch in seinem dritten Solo-Programm „Chill mal!“ hat es sich Axel Pätz auf der Bühne gemütlich gemacht. Den halben Hausstand hat er in das Theater der Berliner Wühlmäuse mitgebracht:

Seinen Sessel aus der Adenauer-Zeit auf einen Teppichläufer gestellt und an den Flügel gerückt. Rund um das Tasteninstrument hat Axel Pätz Akkordeon und Ukulele drapiert. Ohne lange Vorrede begleitet ein Boogie-Woogie einen Sprechgesang über einen gefundenen goldenen Ring. Weiterlesen…

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 613 Followern an