Mit knappen Worten
ins Schwarze getroffen
“Heute Abend konnte niemand für sein eigenes Land abstimmen. Aber es ist gut, abstimmen zu können. Und es ist gut, eine Wahl zu haben. Viel Glück auf Deiner Reise, Aserbaidschan! Europa beobachtet Dich!”
Anke Engelke hatte am Samstag beim Eurovision Song Contest die wenigen Sekunden, die ihr zur Verfügung standen, um die Punkte aus Deutschland zu verkünden, raffiniert dazu genutzt, ein paar deutliche Worte Richtung Baku zu schicken, als sie sich live von der Hamburger Reeperbahn meldete. Rund 100 Millionen Fernsehzuschauer dürfte sie damit erreicht haben. Weiterlesen…
Gefällt mir:
Sei der Erste, dem diese(r) Artikel gefällt.
Schlachtplan für die Revolution
BERLIN (gc) – Der Titel des vierten Solo-Programms von Mathias Tretter klingt nach Lifestyle-Kritik, nach Anti-Facebook-Manifest und der Sehnsucht nach der guten alten analogen Zeit, als Telefone noch Wählscheiben hatten. In Wirklichkeit ist es solides politisches Kabarett, kombiniert mit einer schönen Idee, wie denn jetzt endlich die Revolution kommen soll.
Tretter weidet sich zunächst ausgiebig am Tagesaktuellen. Bei der Berlin-Premiere in den nahezu ausverkauften Wühlmäusen erörtert er den Trend, neue Flughäfen in Deutschland nach Politikern zu benennen. Das könne zu Irritationen führen, wenn man verkürzt ausruft: „Franz Josef Strauß kriegt eine neue Landebahn, aber Willy Brandt ist immer noch dicht!“ Weiterlesen…
Gefällt mir:
Sei der Erste, dem diese(r) Artikel gefällt.
Betreutes Kabarett mit Musik
SCHWETZINGEN (bm) – Darf man noch Späße machen, wenn Mama oder Papa pflegebedürftig sind? Christine Rothacker findet: ja!
Als diplomierte Pflegeclownette singt, tanzt, textet und kocht sie sich durch den rasenden Alltag der Sandwichgeneration, um zwischen artgerechter Kindhaltung, mittlebens-krisen-bedingter Trennung und spirituellem Neubeginn als Alten- und Angehörigenpflegerin den Inhalt des Lebens neu zu definieren.
Alle ihre Pflegefälle holt sie live auf die Bühne. Sie verrät ihre geheimen Rezepte. Wie man gleichzeitig mit unverdaulichen Pflegefällen und dem eigenen pflegebedürftigen Weiterlesen…
Gefällt mir:
Sei der Erste, dem diese(r) Artikel gefällt.
Beste Blicke auf das beste Leben, das wir haben
BERLIN (gc) – Sebastian Nitsch ist 34 Jahre alt und lebt in Berlin. Höchste Zeit für einen aufstrebenden Künstler, die Premiere des Soloprogramms „Unsterblichkeitsbatzen“ zu feiern. Abergläubisch ist er offenbar nicht, denn ausgerechnet am Freitag, den 13. April, präsentiert er seinen Abend im ausverkauften Zebrano-Theater in Friedrichshain.
Nitsch ist Profi darin, unangenehme Tätigkeiten aufzuschieben. Offen geht er mit seinem Leiden um und bekennt seine Abneigung gegen die Wörter „jetzt“ und „sofort“. „Jetzt und Sofort wollen heiraten. Dann heißen sie Jetzt-Sofort. Und um wie viel schöner klingt das Wort ‚spääääter‘!“ Damit ist klar: Ein Wortspieler macht sich Gedanken – und zwar sehr geschickt.
Weiterlesen…
Gefällt mir:
Sei der Erste, dem diese(r) Artikel gefällt.