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Der Clip zum Sonntag: Ralph Ruthe – Kopfkirmes

19. Februar 2017 Hinterlasse einen Kommentar

Ruthe-Cartoons – Klink Dich aus, schmeiß Dich weg: DÖP

Ralph Ruthe ist Autor, Musiker, Filmemacher und Cartoonist.
Mit 14 Jahren textete er für das MIKE-Heft der Volksbanken, später schrieb er Geschichten für die Käptn-Blaubär-Serie. Ab 1999 war er Teil des MAD Magazins. Seit 2003 konzentriert er sich auf „Shit happens“. Dafür erhielt er vier mal in Folge den „Sondermann“-Preis der Frankfurter Buchmesse, für seine Videos wurde er mit Kurzfilmpreisen ausgezeichnet.
Bei seinen Trickfilmen spricht er alle Figuren selbst, führt Regie und komponiert auch die Musik.

Mit seiner Multimedia-Liveshow, tritt er auch auf Kleinkunstbühnen auf.

Homepage Ruthe  – World of Friends

Anders gesagt … – Kritik Hagen Rether

13. Februar 2017 Hinterlasse einen Kommentar

hagen-rether-foto-klaus-reineltHagen Rether: „Liebe 6“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Hagen Rether ist nicht zufrieden, als er seinen Abend in der ausverkauften Berliner Philharmonie beginnt. Lässig lässt er sich auf einem Bürostuhl vorm Steinway-Flügel nieder. „Ertappen Sie sich auch manchmal dabei, dass Sie froh sind, dass wir die Merkel haben?“, fragt er resigniert. „Weil sie Maria und Josef einen Stall angeboten hat, wird sie jetzt gekreuzigt im christlichen Abendland!“

Schon wird das Schema dieses großartigen Abends sichtbar. Hagen Rether denkt quer zu den allgemeinen Denkmustern. Er hat Spaß daran, eine Sache von links zu betrachten und möglichst auch noch von unten. Warum, so fragt er, werden eigentlich die jährlich eine Million Auswanderer aus Deutschland in der Diskussion nie erwähnt?
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Kategorien:Kabarett, Kritik

Ganz in Schwarz und ohne Blumenstrauß – Kritik Nico Semsrott

5. Februar 2017 1 Kommentar

nico-semsrott_2-foto-fabian-stuertzNico Semsrott: „Freude ist nur ein Mangel an Information 2.5“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Da steht er nun, der Preisträger in der Sparte Kleinkunst des Deutschen Kleinkunstpreises 2017. (Preisverleihung am 5.3.17 im Mainzer unterhaus) Mitten auf der großen Bühne der Berliner Wühlmäuse. Großes Aufheben ist ihm fremd. Nico Semsrott hat seine Kapuzenjacke zugezogen und die Kapuze über den Kopf gezogen. Selbst das Licht ist sparsam: Punktgenau setzt es den Künstler in Szene.

Es scheint Semsrott fast unangenehm zu sein, dass sich 500 Menschen seinetwegen auf den Weg ins Theater gemacht haben. Zurückhaltend agiert er, immer auf der Hut vor dem Scheitern. Denn das ist sein Thema.
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Kategorien:Kabarett, Kritik

Familiendomina, überwiegend heiter – Kritik Tina Teubner

30. Januar 2017 Hinterlasse einen Kommentar

tina-teubner-foto-jens-schneiderTina Teubner & Ben Süverkrüp: „Wenn Du mich verlässt komm ich mit“

von Marianne Kolarik

Alles könnte so gut sein, wenn da nicht immer dieses hinterhältig penetrante Stimmchen wäre. Diese „Maximalzerstörerstimme“: „Äh-Scheiße-da-ist-ja-Stau!“, raunt ihr vorwurfsvoll ins Ohr, „Warum sind wir nicht die A5 gefahren?“ Oder: „Immer-lässt-du-alle-Schranktüren-offen!“.

Während der Pianist und Komponist Ben Süverkrüp unverständliche Baby-Sätze ins Mikro quäkt, breitet die mehrfach ausgezeichnete Sängerin, Musikerin und Performerin Tina Teubner ihre widersprüchlichen Leiden an der Welt vor dem Publikum aus. „Wenn Du mich verlässt komm ich mit“ heißt ihr neues Programm, mit dem sie nach über 25 Jahren auf der Bühne zeigt, was alles in ihr steckt. Weiterlesen …

Der Clip zum Sonntag: Max Uthoff – Ein Volk schafft sich ab!

22. Januar 2017 1 Kommentar

Wenn Rentner Pfandflaschen sammeln und Vollzeitbeschäftigte beim „AMT“ aufstocken müssen, um über die Runden zu kommen, wenn Arbeitssuchende und Hartz-IV-Empfänger sanktioniert werden, während man Banken und Bänker, die hunderte Millionen verzockt haben, rettet, dann läuft irgendetwas hier gehörig gegen die Wand.

 

Quelle: 3sat

Homepage Max Uthoff mit allen TourterminenWorld of Friends

Kategorien:Kabarett, Video

Die Vorgaben der Nachkommen – Buchbesprechung

20. Januar 2017 1 Kommentar

zingsheim-eltern-quMartin Zingsheim:
„Eltern haften an ihren Kindern“

von Harald Pfeifer

Da treten sie als Kabarettisten, Satiriker, Komiker oder Comedian an, den Zustand der Welt zu beschreiben und zu beanstanden, mit der Zeit bringen sie es dabei zu einer gewissen Perfektion, doch dann werden sie unversehens nebenberuflich Väter, und alles ist anders.
Für Martin Zingsheim war das der Grund, ein Buch zu schreiben. Da sich die Dinge nun gedreht haben, ist der Titel „Eltern haften an ihren Kindern“. Und die Väter lassen nicht los, weil die Welt mit den kleinen Popanzen viel spannender ist, als Außenstehende das glauben mögen. Weiterlesen …

Kategorien:Bücher/ Print, Kritik

Spekulatius – Kolumne von HG.Butzko

18. Januar 2017 2 Kommentare

HG Butzko - Kolumne - design c.wankaLiebe Freunde der politischen Satire,

das Jahr ist grade mal ein paar Tage alt, und schon stellt sich die Frage: „Kann man denn in diesen Zeiten des Terrors überhaupt noch Kabarett machen?“ Und ich bin zu der Überzeugung gekommen: Man kann nicht. Man muss!

Denn natürlich ist ein Terroranschlag schlimm. Und natürlich fühle auch ich dann Schock, Trauer, Angst und Wut. Wobei ich manchmal nicht weiß, worüber ich Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Satire, Schräges

Der Clip zum Sonntag: Revolting – The Real Housewives of ISIS

8. Januar 2017 1 Kommentar

Rabenschwarze Satire oder geschmacklos? Wie findet Ihr das BBC-Video?

 

Quelle: BBC TWO

Kategorien:Schräges, Video

Zweitausendsiebzehn! – der Wetter-Frosch

wetterfrosch - foto (c) faltsch wagoni design cwanka

Liebe Freunde der hoffnungsvollen Unkerei,

wie geht es euch nach den herrlichen Strapazen der Jahreswende und Feiertage? Jetzt nur noch die Heiligen 3 Froschkönige hinter sich gebracht und dann ist erst mal wieder Alltag angesagt. Es lebe der ganz normale Wochentag, in seiner Stinknormalität! Die Völlerei und Böllerei hat ein Ende. Die Besucher sind abgereist, die Reste gegessen, die Tage werden länger, die Nächte auch. Wie das, fragt ihr? Tja endlich mal wieder früh schlafen gehen, herrlich! Wie heißt es doch so schön: wer einatmet muss ausatmen – wer einschläft, muss ausschlafen. Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Schräges

Tschüss 2016! – Kritik Florian Schroeder & Volkmar Staub

29. Dezember 2016 Hinterlasse einen Kommentar

Zugabe Schroeder Staub – Foto © Frank EidelFlorian Schroeder & Volkmar Staub: „Zugabe – Der kabarettistische Jahresrückblick 2016“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Jedes Jahr Mitte Dezember gehen Florian Schroeder und Volkmar Staub zusammen auf Tour, um Rückschau zu halten auf das zu Ende gehende Jahr. Kurz vor Weihnachten haben sie in den Berliner Wühlmäusen Station gemacht und hinter ihren beiden Schreibtischen auf der Bühne Platz genommen.

So kommt Late-Night-Atmosphäre kommt auf, wenn sich Schroeder und Staub gegenseitig Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Kritik

Welch ein Mensch, welch ein Ekzem – Buchbesprechung Polt

20. Dezember 2016 1 Kommentar

polt-ekzem-cover-kein-aber_aDas Buch zu „Ekzem Homo“ von Gerhard Polt & den Well-Brüdern

von Harald Pfeifer

Als brauche man für eine Überschrift von Gerhard Polt eine Erklärung. Und wenn dann doch eine kommt, und sei es ein Rollentext, bleibt in der Regel keine Frage mehr offen: „Wissen Sie, für mich ist der Mensch ein Zwischenwirt, ein Paradies, ein Eldorado für Parasiten aller Art, Bazillen, Viren, Waffenhändler, Bestattungsinstitute, auch die Religionen lieben den Menschen. Und Fußpilze.“ Warum also nicht auch ein Ekzem.

Und damit ist die Welt, in der sich Polt und die Well-Brüder Weiterlesen …

Kategorien:Bücher/ Print, Kritik

Worum gehts eigentlich? – Kritik HengstmannBrüder

17. Dezember 2016 Hinterlasse einen Kommentar

hengstmannbrueder-foto-hengstmannbruederDie HengstmannBrüder: „Darum geht’s nicht“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Kabarett in der dritten Generation. Das gibt es in Sachsen-Anhalt. Angefangen hat es mit Großvater Erich, der das Kinderkabarett in der DDR begründete.

Vater Frank wurde auch Kabarettist und seine Söhne Sebastian und Tobias tun es ihm gleich. Die Söhne gemeinsam oder solistisch, der Vater im Ensemble oder als Solist – alle zusammen betreiben mit weiterer familiärer Unterstützung in Magdeburg das Kabarett-Theater „…nach Hengstmanns“. Weiterlesen …

Vier goldene Jahre fürs deutsche Kabarett – Kolumne von HG.Butzko

15. Dezember 2016 Hinterlasse einen Kommentar

HG Butzko - Kolumne - design c.wankaLiebe Freunde des politischen Kabaretts,

mein aktuelles Kabarettprogramm „Menschliche Intelligenz“ ist ab sofort als CD erhältlich. Der Untertitel lautet übrigens: „Oder wie blöd kann man sein?“ Und spätestens seit dem Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in den USA wäre zumindest diese Frage jetzt geklärt. Ich jedenfalls bin übrigens nicht unzufrieden, denn ein US-Präsident Donald Trump bedeutet immerhin vier goldene Jahre fürs deutsche Kabarett. Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Schräges

Der Clip zum Sonntag: Thomas Pigor – Postfaktisch

11. Dezember 2016 Hinterlasse einen Kommentar

Fakten sind out, meint Thomas Pigor in seinem Chanson des Monats Dezember „Postfaktisch“. Es geht nicht darum, wer Recht hat, sondern darum, wer das Wort behält. Denn „Schwarmintelligenz kann sich nicht irren!“.

Besonders imponierend: Pigor hat das Video mit seinem neuen „Postfaktisch“-Lied am 7.12.2016 online gestellt. Zwei Tage später, am 9.12.2016, gab die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) das Wort bekannt, das sie zum Wort des Jahres 2016 gewählt hatte: „Postfaktisch“! – Hut ab vor Ihrer sensiblen Voraussicht, Herr Pigor!

Gedreht ist dieses sehenswerte Video übrigens in den Kostümen, in der Kulisse und in der Garderobe von „Frau Luna“ im Tipi am Kanzleramt. Weiterlesen …

Gespannt zwischen Ungeduld und Warten – CD-Kritik Wenzel

2. Dezember 2016 Hinterlasse einen Kommentar

wenzel-warten-cdWenzels neue CD „Wenn wir warten“

von Harald Pfeifer

„Wenn wir warten“ ist Wenzels 40. CD. Das ist nicht gerade wenig. Lieder zu schreiben, ist für ihn offensichtlich eine Form, sich des Lebens zu vergewissern und sich mitzuteilen.

Jede seiner CDs folgt einem Grundgedanken, den die Lieder dann vertiefen. Dieses Mal geht es um die Spannung zwischen Ungeduld und Warten als Zeiterscheinung.

Die CD „Wenn wir warten“ ist eher eindringlich als laut. Und das hat seinen Grund. Wer heutzutage gehört werden will, muss leise sprechen. Laut sind die anderen, und zu denen gehört Wenzel in jedem Falle nicht. Er stellt Fragen. Weiterlesen …