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Klaus Huber von Ars Vitalis ist gestorben

Klaus Huber Ars Vitalis - Foto © H_Hergarten

LEVERKUSEN (bm) – Am Sonntag, den 1. Januar 2012, ist Klaus Huber nach kurzer Krankheit in Leverkusen gestorben. Er wurde 62 Jahre alt. Der Freejazzer mit Wurzeln in der fränkischen Blasmusik wirkte über dreißig Jahre als Schlagzeuger, Multiinstrumentalist und Schauspieler in der Musikkabarettgruppe Ars Vitalis.

Klaus Huber wurde am 1.10.1949 in Bad Bocklet in Unterfranken geboren. Nach eigenen Angaben begann seine musikalisch-theatralische Laufbahn mit dem Walzertanz im Alter von sieben Jahren auf einem Tisch im Bayerischen Bierzelt, wofür er mit einer Torte belohnt wurde. Konsequente Weiterentwicklung zum Blasmusiker, Beatmusiker, Bluesmusiker. 1982 gründete er zusammen mit Buddy Sacher und Peter Wilmanns in Leverkusen Ars Vitalis.

Das Trio erarbeitete sich im Laufe der Jahre den Ruf eines surrealisitischen Gesamtkunstwerks. Sein intellektueller Klamauk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem 1995 mit dem Deutschen Kleinkunstpreis und dem Prix Pantheon.

Neben verschiedenen Soloprogrammen spielte Klaus Huber außerdem im Kabarett-Theater „Müller-Huber – Les Deux Sensibles“ mit. Internationale Tourneen führten Ars Vitalis nach Japan, Mexiko, Canada, in die USA und nach Norwegen und mit der Schauspielerin Meret Becker und dem japanischen Schauspieler Issey Ogata zusammen, mit denen sie gemeinsame Projekte verwirklichten. Nebenbei schrieben die drei kosmischen Vögel mit dem besonderen Gespür für das absurd Komische Gedichte, Hörspiele, Ballettmusik, Freejazz oder drehten Kurzfilme.

„Das ist Mikrobenkunst, dargeboten von todernsten Geschäftsführern des Chaos, exzellenten Musikern, glänzenden Mimikern und perfekten Pointenmanagern.“ (Süddeutsche Zeitung)

Beate Moeller © 2012 BonMoT-Berlin


www.arsvitalis.de

Der Trailer zur DVD
‚Die Enkel des Pierre de Naufrage. Ein Selbstportrait von Ars Vitalis von Ars Vitalis‘

  1. Gunther Glöckner
    12. Januar 2012 um 16:27

    Mit Klaus Huber ist ein Mensch gestorben, dessen schräger und nicht unbedingt massenkompatibler Humor in Deutschland seinesgleichen suchte.
    Ob bei Ihm immer noch, wie in den 80er Jahren, die Titanik im Grunde des Aquariums steckte weiss ich nicht, hat sich aber in meiner Erinnerung erhalten.

  1. 1. Februar 2013 um 02:52
  2. 23. Oktober 2012 um 21:50
  3. 6. März 2012 um 08:31
  4. 21. Februar 2012 um 02:56
  5. 14. Februar 2012 um 08:34

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