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Sheketak: Rhythm in Motion – Kritik

Shek_jump © Sheketak

Tänzer und Trommler in einer rasanten Show

BERLIN (gc) – Man kommt allein vom Zuschauen ins Schwitzen, wenn die sechs Tänzerinnen und Tänzer von Sheketak im Tipi am Kanzleramt loslegen. Die Gruppe um Danny Rachom und Zahi Patish aus Tel Aviv fasziniert durch ihre Energie und die mitreißenden Rhythmen. Worte brauchen sie kaum. Ihre Mischung aus Tanz, Musik, Comedy-Elementen und Videoinstallationen begeistert.

Sheketak shadows © Sheketak

Sie stapfen und springen über die Bühne und nehmen dabei jeden Quadratzentimeter in Beschlag. Sowohl im Ensemble als auch solistisch zeigen sie die Vielfalt modernen Tanzes: Mit Hip-Hop-Elementen, Breakdance-Einlagen, Freestyle-Choreographien und Stepptanz-Nummern wirbeln sie dem Zuschauer den Alltag aus dem Kopf.

„Rhythm in Motion“ ist nicht nur ein Tanzabend. Dafür sorgt die große Videoleinwand in der Bühnenmitte. Sie wird anfangs für ganz klassische Schattenspiele genutzt und entwickelt sich dann im Laufe der Show zu einem sehr raffinierten Requisit. Durch eine Tür gelangen die Akteure hinter die Leinwand – und manchmal verschwinden sie dann direkt vor den Augen der Zuschauer! Auf ein Handzeichen, eine Verwünschung hin, löst sich der Schatten in Nichts auf. Die Projektionsfläche kommt aber auch als Instrument für die Tänzer zum Einsatz: Durch das Berühren bestimmter Bereiche werden Klänge und Bilder erzeugt. Aus der weißen Leinwand wird so ein Stück bunte, tönende Welt.

Sivan © SheketakStehen im ersten Teil des Abends Tanz und Rhythmus im Vordergrund, wird nach der Pause die Live-Band aus Schlagzeug, Bass und Keyboard stärker einbezogen. Die Show entwickelt sich dann mit elektronischer Musik beinahe zu einer opulenten Gesangsshow. Sheketak würdigen ausgiebig die Jugendkultur: Mit Hip-Hop-Einlagen, Breakdance und Tänzern in Power Ranger-Kostümen. Ein grandioses Trommel-Finale rundet den Abend ab, der sich stilistisch nicht klar einordnen lässt.

Sicher ist: Sheketak ziehen die Zuschauer in jede einzelne Szene hinein. Von Bild zu Bild fragt man sich, wie gerade diese Nummer noch getoppt werden kann. Es gelingt, denn immer wieder gibt es neue Ideen, neue Effekte, neue Rhythmen: Mal schwebt eine Stange aus dem Schnürboden, an der Töpfe und Pfannen befestigt sind. Sofort werden diese Küchenutensilien angeschlagen, um einen neuen Beat zu erzeugen. Oder die Videoleinwand verwandelt sich in eine riesige Spielfläche, auf der ein Klang-Memory gespielt wird. Das Publikum vom Schulkind bis zur Generation 60+ dankt atemlos mit sehr herzlichem Applaus.

Sheketak sind nur auf der Durchreise, nächster Halt ist Ende Mai im südkoreanischen Yeosu. Wer sie vor dem Auftritt bei der Expo 2012 noch erleben will, hat dazu im Tipi am Kanzleramt Gelegenheit.

Gilles Chevalier © 2012 BonMot-Berlin

Sheketak © Sheketak

Termine:
noch bis Fr, 18. Mai 2012: Berlin, tipi am Kanzleramt
Tickets: 16,60 – 34,50 € Ticket-Telefon: 030-39 06 65 50

www.sheketak.com

Kategorien:Kritik
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