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Sankt Ingberter Pfanne 2016 – das Programm

Logo St. Ing. Pfanne 2016 - Foto © St. Ing. Pfanne32. Woche der Kleinkunst in Sankt Ingbert: 2. bis 9. September

von Beate Moeller

Die Fähigkeit, die sprichwörtlichen Äpfel mit Birnen vergleichen zu können, sollte schon mitbringen, wer sich auf den saarländischen Kabarett- und Kleinkunstmarathon einlassen möchte. Zum 32. Mal lädt Sankt Ingbert im kommenden September zur Woche der Kleinkunst ein, zum 31. Mal gibt es am Ende Pfannen zu gewinnen.

Keine skulpturalen Staubfänger, sondern handfeste hochwertige Bratpfannen französischer Provenienz an 4.000 Euro für die Haushaltskasse winken jedem der vier Sieger nach vier Wettkampfabenden inklusive -nächten. Insgesamt 12 Kandidaten bewerben sich um zwei Jurypreise, einen Publikumspreis und einen Preis der Jugendjury.

Wie in den Vorjahren stellt die Auswahlkommission sowohl das Publikum als auch die beiden Jurys vor die Qual der Wahl. Denn in der Stadthalle von Sankt Ingbert treten Künstler äußerst unterschiedlicher Sparten gegeneinander an, was einen direkten Vergleich geradezu ausschließt.

Im Jahr 2009 erhielt Sven Ratzke den Jurypreis der Sankt Ingberter Pfanne. Dieses Mal eröffnen er und seine Band die Woche der Kleinkunst mit einem Konzert. Wie in den Jahren zuvor moderiert Philipp Scharri, einer der Jurypreisträger 2010, alle Abende. Und ebenfalls wie in den Vorjahren ist unser Kritiker Gilles Chevalier vor Ort und berichtet hier auf liveundlustig. Zu seinen Berichten aus den vergangenen Jahren HIER.

 

32. Woche der Kleinkunst 2016 in Sankt Ingbert – das Programm

Freitag, 2. September 2016 – Eröffnungsabend

Ratzke Starman 01 - Foto Henneke WetzerSven Ratzke & Band: „Starman – eine Hommage an David Bowie“

Der Deutsch-Niederländer gilt als „Homme Fatal“ der Chansonszene. Unvergleichlich, wie er ein modernes Vaudeville-Theater mit Elementen aus Kabarett und Personality-Show neu interpretiert. Hier trifft ‚Cabaret‘ auf große Rock-Show, hier trifft Entertainment auf Pop: verrückt, intim, witzig, betörend und rockig. Mit seinen Soloshows tritt der Sänger und Entertainer nicht nur in ganz Europa auf, sondern auch in Sydney und New York.

 

Samstag, 3. September 2016 – 1. Wettbewerbstag

Johannes Kirchberg: „Wie früher, nur besser“ – ChJohannes Kirchberg - Pressefoto © HP J.Kirchbergansonkabarett

Lebenskrise im Vintage Style: Äußerlich betonen graumelierte Haare die Antik-Optik, der neue Anzug ist retro Retro und die Lachfalten markieren einen modernen Used-Look – so wie die blauen Flecken unterm weißen Hemd: gebraucht, weil geliebt. Spuren, die sich sehen lassen können. Innerlich aber läuft Johannes auf der neuesten Version: Kirchberg 2.0.1.6. Seine Lieder zielen munter in die Mitte des Lebens.

Sandra Da Vina: „Hundert Meter Luftpolsterfolie“ – Live-LiteraturSandra Da Vina - Foto © Jan Derksen

Liebe in Zeiten von H&M-Umkleidekabinen ist irgendwie wie Luftpolsterfolie. Diese kindliche Freude beim Kaputtmachen, aber auch diese innere Leere, wenn die Luft raus ist – aus der Beziehung, aus der Freundschaft, aus dem Leben. Da Vinas Geschichten knistern und knallen, können aber auch ganz schön leise sein. Sprache als Schutz, als Stoßdämpfer gegen die Realität da draußen.

DeltaQ - Pressefoto © HP DeltaQDelta Q: „Wann, wenn nicht wir!“ – A Capella

„Wir imitieren keine Instrumente, wir sind die Instrumente“. So verstehen die vier Berliner ihre „Mundmukke“. Delta Q ist bei ihnen nicht nur ein Begriff aus der Thermodynamik. Mit gebündelter Energie und einem Quantum Groove produzieren sie Vokalmusik mit dynamisch-warmem Sound. Klingt mal nach Singer Songwriter, mal nach Minimal Music, mal nach Indie-Drumset.

 

Sonntag, 4. September 2016 – 2. Wettbewerbstag

Ursula von Rätin - Foto © C. FritzscheUrsula von Rätin: „Kabaratte sich wer kann“ – rattenscharfes Puppenspiel

Arbeitsplätze, Löhne, Lebensräume, Nahrung, Gesundheit – nichts ist sicher. Ganze Populationen sind vom Aussterben bedroht. Nur eine Art wird alle überleben: die „Kabaratte“, das widerstandsfähigste Wesen aller Zeiten. „Kaba“ steht für „kaum auffällig, bartlos, angepasst“. Die Theaterratte Ursula von Rätin philosophiert im Rampenlicht über das Leben. Im Schatten bleiben muss ihre Puppenspielerin Cornelia Fritzsche.

Daphne de Luxe Foto © L. KindlerDaphne de Luxe: „Comedy in Hülle und Fülle“ – Comedy

Warum sich die Freuden des Lebens verbieten? Um als Klappergestell ins Grab gelegt zu werden? Imposant die Erscheinung, bissig der Wortwitz von Daphne de Luxe – permanent auf der Suche nach attraktiven jungen Männern. Der Humor der „XXL-Barbie“ aus der Nähe von Hannover gilt als eher ungeeignet für den Kindergeburtstag.

Starbugs Comedy - Foto © HP starbugs comedyStarbugs Comedy: „Crash Boom Bang!“ – Visual Comedy

Die lautesten Pantomimen der Welt springen, tanzen und reiten wie lebendig gewordene Comicfiguren durch ihre Sketche. Die Senkrechtstarter der Schweizer Show-Szene spielen Tanzparkett, wilder Westen und große Konzertbühne. Wer sich einen roten Faden wünscht, sollte ihn selbst mitbringen, empfiehlt Regisseurin Nadja Sieger, Nadeschkin ohne Ursus. Die turbulente Mischung aus Tanz, Akrobatik und nonverbaler Comedy haben die drei Berner schon bei Gastspielen in über 30 Ländern gezeigt.

 

Dienstag, 6. September 2016 – 3. Wettbewerbstag

J. H. Claassen - Nerd - Foto © Peter VygeJens Heinrich Claassen: „Frauen an den Nerd!“ – Comedy

Nicht, weil es gerade cool ist, Nerd zu sein, sondern aus tiefstem Herzen ist er einer. Ganz schön schwer manchmal sich im Leben zurechtzufinden. Ein täglicher Kampf, den Jens Heinrich sehr tapfer aufnimmt. Noch tapferer erzählt er von ihm.

Paul Weigl: „DeGenerationskonflikt“ – Poetry Slam

Als gebürtiger Oberpfälzer musste der Wahlberliner erleben, wie sich Ausländerfeindlichkeit Paul Weigl - Foto © Valentin Olppanfühlen kann. Sein Soloprogramm – ein Hauptstadtpanoptikum in der S-Bahn. Hier erfährt man, warum die Deutschen in einem Weltkrieg als erste sterben werden, warum Peter Jackson („Der Herr der Ringe“) der mieseste Regisseur aller Zeiten ist und warum Vegetarier Massenmörder sind.
Ansonsten lässt sich Paul Weigl als Erfinder des Analogen Crowdfundings bei Poetry Slams gern mit Geld bewerfen. Bisher sind 232,78 € zusammengekommen. Weil das noch nicht reicht, versucht er nun ohne Sinn und Verstand, Leid mit Tonträgern oder Büchern über das gebeutelte Land zu bringen.

 

Die Mobilés - Pressefoto © HP mobile-theaterDie Mobilés: „Moving Shadows“ – Visual Comedy mit Schatten

Schattentheater, Shadowdance, Schattenspiel: Das Spektakel der „Moving Shadows“ entführt in eine fantastische Welt, in der nichts so ist, wie es unsere Augen zu sehen scheinen. Körper verschmelzen und werden zu Dingen, Tieren, Pflanzen – und wieder zu Menschen. Ein Bilderreigen, der Assoziationen und Emotionen weckt. Ein Spiel mit Licht und Schatten, leicht und präzise.

 

Mittwoch, 7. September 2016 – 4. Wettbewerbstag

Liese-Lotte Lübke - Kopf in den Sand - Foto © Carsten SchickLiese-Lotte Lübke: „Kopf in den Sand“ – Musikalisches Kabarett

Wo sind die erkennbaren Jahreszeiten geblieben? Wann sind echte Gespräche Gruppenchats gewichen? Warum sagt die beste Freundin neuerdings Sätze wie „Wir sind halt keine zwanzig mehr und müssen jetzt vor allem ans Geldverdienen denken.“? Und wieso ist man so erpicht darauf, hunderte von Büchern auf seinem eBook-Reader zu haben, wenn man doch nur eines liest? Der Fortschritt hat uns überholt. Aber wir trotten weiter durch den Einheitsmatsch. Und wenn dann doch einmal etwas unsere kleine Welt erschüttert, machen wir auf Vogel Strauss.
Da helfen keine Zwangsfrauenquote, keine infrage gestellte Meinungsfreiheit und kein Jobcenter. Lieber mal uralte Tugenden reaktivieren: Menschlichkeit, Rücksicht und Unvernunft!

Alain Frei - Pressefoto © Timm OrtmüllerAlain Frei: „Alle Menschen sind anders… gleich!“ – Schweizer Kabarett

Die Erscheinungen des modernen Lebens nimmt er auf die Schippe, politisch unkorrekt und mit Schweizer Weltoffenheit. Rassismus und Vorurteile, Homoehe und Waffengesetze. Was trennt uns? Was verbindet uns? Der Schauspieler und Comedian kommt aus der Schweiz, lebt jedoch seit elf Jahren in Deutschland. Seit 2011 tritt er solistisch auf und auch als Mitglied der Comedygruppe RebellComedy. 2013 hat er hier schon einmal sein Glück versucht.

Belle Mélange - Foto © Hans-Peter IlgeBelle Mélange: „Cherchez la femme – was Mann wissen muss“ – Musikkabarett

Das ewige Rätsel Frau! Welcher Mann kann es schon lösen? Kabarett und Musik verbinden sich zu einer frechen Mélange: eigene Lieder, Parodien bekannter Klassiker, Altmeister von Georg Kreisler bis Otto Reutter. Ein hessisches Quartett von holder Weiblichkeit mit Gesang, Klavier, Querflöte und Cello.

 

Freitag, 9. September 2016

Abschlussparty mit Preisverleihung und Auftritten der vier Preisträger
Zu gewinnen sind zwei Jurypreise, ein Publikumspreis und ein Preis der Jugendjury.

©2016 Bonmot-Berlin
Fotos: Ratzke – Henneke Wetzer | Belle Mélange – Hans-Peter Ilge | Kirchberg – HP J.Kirchberg |
DeltaQ – HP DeltaQ | Lübke – Carsten Schick | Rätin – C. Fritzsche | Frei – Timm Ortmüller |
Weigl – Valentin Olpp | de Luxe – L. Kindler | Starbugs Comedy – HP starbugs comedy |
Da Vina – Jan Derksen | Claassen – Peter Vyge | Die Mobilés – HP mobile-theater |

Die Pfanne im Netz: Sankt IngbertFacebookliveundlustig-Berichte aus den Vorjahren

Kartenvorverkauf
An allen Vorverkaufsstellen von Reservix und online bei Reservix
Einzeltickets ab 1. August 2016
Hotline für telefonische Ticketbuchungen: 01806 700 733 – rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen. ( 0,14 €/Minute aus dem deutschen Festnetz; aus dem Mobilfunknetz höchstens 0,42 €/Minute (§66a TKG) )

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