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New Yorker Szenestar Narcissister in Berlin – Interview

Am Mittwoch bei Bartuschka und den Stage Diven in der ufa-Fabrik

von Beate Moeller

BERLIN – Einen ganz besonderen Gast präsentiert Bartuschka bei den Stage Diven, der Mixed Show, in der nur Frauen mitspielen, am kommenden Mittwoch: Narcissister. In der New Yorker Szene sorgt sie für Furore. Mit ihrer durchgeknallten NeoBurlesque Show tritt sie auf der ganzen Welt auf. Selten kommt sie nach Europa. Niemand kennt ihr Gesicht. Nun hat sie ihr Gastspiel in London unterbrochen, um nur an diesem einen Abend eine der Stage Diven in der ufa-Fabrik zu sein. – Liveundlustig hat Narcissister zum Interview getroffen. Weiterlesen …

Kategorien:Interview, News/ Termine

Keine Zeit für Sorgen – Sia Korthaus und Ariane Baumgartner – Premierenkritik

Sia Korthaus und Ariane Baumgartner: „komm ganz nah“

von Marianne Kolarik

KÖLN – Sie sehen aus wie aus einem Ethno-Bilderbuch für Erwachsene: die Musikerin Ariane Baumgartner und die – ausnahmsweise „nur“ als Sängerin agierende Sia Korthaus. Baumgartner mit dem vollen, dunkelbraunen Haarschopf und den bernsteinfarbenen Augen, und Korthaus, die blauäugige Blonde mit dem Schalk im Nacken und den flotten Sprüchen im Mund. Doch halt:

Davon ist auf der just erschienenen CD „komm ganz nah“ nichts zu hören. Vielmehr haben die beiden in Köln lebenden Künstlerinnen elf Songs ausgesucht, die sie – unter anderen – in Begleitung von Christina Fuchs (Saxophon und Klarinette) spielen. Weiterlesen …

Wie ein Scheidungsehepaar – Kolumne von HG.Butzko

HG Butzko - Kolumne - design c.wankaLiebe Freunde des politischen Kabaretts,

das prägende Thema im März war die Beziehung zwischen Deutschland und der Türkei, ähnelt sie doch zurzeit einem Scheidungsehepaar im Stadium des kalten Krieges. Was für Angela Merkel aber kein Problem ist. Schließlich kennt sie das alles ja schon von ihrer Beziehung zu Horst Seehofer.

Was wir in Deutschland dabei allerdings nicht vergessen dürfen: Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Satire, Schräges

Familienaufstellung – Lo Malinkes erstes Bühnensolo -Premierenkritik

Lo Malinke: „Mütter & Menschen“ in der Bar jeder Vernunft

von Axel Schock

BERLIN – Noch nichts passiert, nur zwei Barhocker stehen im fahlen Bühnenlicht der Bar jeder Vernunft. Manch altgedienter Malediva-Fan kann bei diesem Anblick ein leises Seufzen nicht unterdrücken. Denn mit nicht mehr als eben zwei Barhockern hatten Lo Malinke und Tetta Müller vor rund zwei Jahrzehnten auf just dieser Bühne ihre Chanson-Kabarett-Karriere begonnen und die Menschen beglückt. Doch vor wenigen Jahren hat Tetta Müller dem Showbiz den Rücken gekehrt. Malediva ist seither – große – Kleinkunst-Geschichte. Weiterlesen …

Der Clip zum Sonntag: Mai Horlemann ist „Müde“

26. März 2017 3 Kommentare

… kein Wunder, da fehlt ja auch ne Stunde!
 

Punktlandung – Kritik Tim Fischer

23. März 2017 1 Kommentar

Tim Fischer: „Absolut!“

von Marianne Kolarik

„Ich werd‘ auf einmal kapieren, worum sich alles dreht“, heißt es in Ludwig Hirschs (1946 -2011) „Komm, großer schwarzer Vogel“, ein Lied, das Tim Fischer in seinem gefeierten Programm „Absolut!“ als Zugabe singt. Aber was heißt schon singen?

Der Chansonnier ist dort angekommen, wo alle hin wollen: im Himmel der theatralischen Umsetzung, einer zuvor noch nie erlebten Interpretation eines Textes, der im Zusammenklang mit der Musik neue, ungeahnte Dimensionen erhält: das Wissen um den Sinn des Lebens. „Ich werd‘ singen, ich werd‘ lachen, ich werd‘ endlich glücklich sein“, so die letzte Zeile des Liedes, mit der Fischer eine fern liegende Zukunft erreicht hat.
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Fröhliche Anarchoentertainer – „Kommse ran!“ – Premierenkritik The Incredible Herrengedeck

„Kommse ran! – The Incredible Herrengedeck laden ein …“

von Beate Moeller

BERLIN – Ob Berlin denn noch eine weitere Mixed Show braucht – das ist die Frage. Wenn allerdings „The Incredible Herrengedeck“ zu einer solchen einlädt, könnte man schon mal drüber nachdenken…

Die Chanson-Punks präsentieren sich bei der Premiere im Varieté-Saal der Tempelhofer ufaFabrik als Anarcho-Clowns: Pianist Daniel Thylmann im weißen Jackett und mit weißer Federboa am schwarzen Klavier, Gitarrist Tapani Gradmann mit keckem schwarzen Hütchen zum rotem T-Shirt (sic!) und Bassist Robert Rating im viel zu knappen karierten Sakko, das unter den Armen schon aufgerissen ist. Thema Nummer eins: Bezahlbarer Wohnraum, Verteuerung der Mieten im Kiez, den die Touristen vom Reisebus aus anglotzen: „Großstadtsafari im Milieuschutzgebiet, hier sieht man seltene Arten, die es sonst nicht mehr gibt. Füttern verboten!“ Weiterlesen …

An die Gegenwart erinnert – CD-Besprechung Rainald Grebe

13. März 2017 1 Kommentar

Rainald Grebe: Das Elfenbeinkonzert
von Harald Pfeifer

Die Überschriften der Programme wie auch CDs von Rainald Grebe erscheinen auf den ersten Blick oft etwas zufällig, geradezu kapriziös. Aber das täuscht. Immer vertieft er ein konkretes Thema, das zudem eng mit der Gegenwart verbunden ist. Beispielsweise „Die Berliner Republik“, „1968“ oder „Volksmusik“…

Seit etwa einem Jahr tritt nun der Berliner Liedermacher und Theatermann mit seinem „Elfenbeinkonzert“ auf. Man denkt zunächst an das Elfenbein der Klaviertasten. Der Bezug ist jedoch ein anderer.
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Fußballvisionen – Kolumne von HG.Butzko

HG Butzko - Kolumne - design c.wankaLiebe Freunde des politischen Kabaretts,

Dieter Hildebrandt sagte mal: „Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt. Und ein anderer, stets auf’s Neue gern bemühter Satz lautet: „Fußball hat mit Politik nichts zu tun.“ Nimmt man dann noch den Satz: „Fußball ist die schönste Nebensache der Welt.“, und wendet man darauf den klassischen Dreisatz aus der Mathematik an, ergibt das: „Wirtschaft ist die Politik, die dem Fußball keinen Spielraum mehr lässt. Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Satire, Schräges

Der Faschingsfrosch

28. Februar 2017 Hinterlasse einen Kommentar

wetterfrosch - foto (c) faltsch wagoni design cwanka

Hallo, hier kommt euer Faschingsfrosch,

Heuer bin ich als Fake-Frosch gegangen und reihenweise sind sie darauf reingefallen. „Super Froschkostüm! Echt abgefahren!“ haben mir die Jecken hinterhergebrüllt. Die Jeckinnen waren hin und weg, „süß, wie der quakt und sooo natürlich!“ Beim Schunkeln ist denen neben mir ne echte Gänsehaut gewachsen, so super glitschig und kaltblütig war meine Ausstrahlung, „cooler Typ, ey!“. Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Schräges

Der Clip zum Sonntag: Ralph Ruthe – Kopfkirmes

19. Februar 2017 Hinterlasse einen Kommentar

Ruthe-Cartoons – Klink Dich aus, schmeiß Dich weg: DÖP

Ralph Ruthe ist Autor, Musiker, Filmemacher und Cartoonist.
Mit 14 Jahren textete er für das MIKE-Heft der Volksbanken, später schrieb er Geschichten für die Käptn-Blaubär-Serie. Ab 1999 war er Teil des MAD Magazins. Seit 2003 konzentriert er sich auf „Shit happens“. Dafür erhielt er vier mal in Folge den „Sondermann“-Preis der Frankfurter Buchmesse, für seine Videos wurde er mit Kurzfilmpreisen ausgezeichnet.
Bei seinen Trickfilmen spricht er alle Figuren selbst, führt Regie und komponiert auch die Musik.

Mit seiner Multimedia-Liveshow, tritt er auch auf Kleinkunstbühnen auf.

Homepage Ruthe  – World of Friends

Anders gesagt … – Kritik Hagen Rether

13. Februar 2017 Hinterlasse einen Kommentar

hagen-rether-foto-klaus-reineltHagen Rether: „Liebe 6“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Hagen Rether ist nicht zufrieden, als er seinen Abend in der ausverkauften Berliner Philharmonie beginnt. Lässig lässt er sich auf einem Bürostuhl vorm Steinway-Flügel nieder. „Ertappen Sie sich auch manchmal dabei, dass Sie froh sind, dass wir die Merkel haben?“, fragt er resigniert. „Weil sie Maria und Josef einen Stall angeboten hat, wird sie jetzt gekreuzigt im christlichen Abendland!“

Schon wird das Schema dieses großartigen Abends sichtbar. Hagen Rether denkt quer zu den allgemeinen Denkmustern. Er hat Spaß daran, eine Sache von links zu betrachten und möglichst auch noch von unten. Warum, so fragt er, werden eigentlich die jährlich eine Million Auswanderer aus Deutschland in der Diskussion nie erwähnt?
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Kategorien:Kabarett, Kritik

Der ganz normale Wahnsinn – Premierenkritik Semianyki

10. Februar 2017 Hinterlasse einen Kommentar

Semianyki: „Die Familie“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Im Tipi am Kanzleramt haben den ganzen Februar über die Clowns das Sagen. Semianyki heißt die Kompanie. Sie besteht aus Absolventen des Teatr Licidei, das 1968 von Slava Polunin in Sankt Petersburg gegründet wurde. Seit Jahren sind Semianyki europaweit auf Tour und gastieren jetzt fast drei Wochen in Berlin.

Die sechs Clowninnen und Clowns sind eine Bühnen-Familie. Die herzensgute und stets ausgleichend wirkende Mutter hält die Familie zusammen. Sie hat für jeden Unfug ihrer Kinder Verständnis. Hochschwanger lässt die ihre drei Kinder unbestimmten Alters und das Baby gewähren. Was soll auch schon kaputtgehen in diesem großen, vollgestellten Ein-Zimmer-Appartment? Das Klavier ist bereits verstimmt, und das Radio hat noch Röhren und muss erst ein wenig vorglühen, bevor es spielen kann. Weiterlesen …

Kategorien:Comedy, Kritik, Premiere

Ganz in Schwarz und ohne Blumenstrauß – Kritik Nico Semsrott

5. Februar 2017 1 Kommentar

nico-semsrott_2-foto-fabian-stuertzNico Semsrott: „Freude ist nur ein Mangel an Information 2.5“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Da steht er nun, der Preisträger in der Sparte Kleinkunst des Deutschen Kleinkunstpreises 2017. (Preisverleihung am 5.3.17 im Mainzer unterhaus) Mitten auf der großen Bühne der Berliner Wühlmäuse. Großes Aufheben ist ihm fremd. Nico Semsrott hat seine Kapuzenjacke zugezogen und die Kapuze über den Kopf gezogen. Selbst das Licht ist sparsam: Punktgenau setzt es den Künstler in Szene.

Es scheint Semsrott fast unangenehm zu sein, dass sich 500 Menschen seinetwegen auf den Weg ins Theater gemacht haben. Zurückhaltend agiert er, immer auf der Hut vor dem Scheitern. Denn das ist sein Thema.
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Kategorien:Kabarett, Kritik

Familiendomina, überwiegend heiter – Kritik Tina Teubner

30. Januar 2017 Hinterlasse einen Kommentar

tina-teubner-foto-jens-schneiderTina Teubner & Ben Süverkrüp: „Wenn Du mich verlässt komm ich mit“

von Marianne Kolarik

Alles könnte so gut sein, wenn da nicht immer dieses hinterhältig penetrante Stimmchen wäre. Diese „Maximalzerstörerstimme“: „Äh-Scheiße-da-ist-ja-Stau!“, raunt ihr vorwurfsvoll ins Ohr, „Warum sind wir nicht die A5 gefahren?“ Oder: „Immer-lässt-du-alle-Schranktüren-offen!“.

Während der Pianist und Komponist Ben Süverkrüp unverständliche Baby-Sätze ins Mikro quäkt, breitet die mehrfach ausgezeichnete Sängerin, Musikerin und Performerin Tina Teubner ihre widersprüchlichen Leiden an der Welt vor dem Publikum aus. „Wenn Du mich verlässt komm ich mit“ heißt ihr neues Programm, mit dem sie nach über 25 Jahren auf der Bühne zeigt, was alles in ihr steckt. Weiterlesen …