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Archive for the ‘Kabarett’ Category

Ihr nach! – Premierenkritik Eva Eiselt

Eva Eiselt: „Vielleicht wird jetzt alles vielleichter“

von Marianne Kolarik

KÖLN – Wie machte man das früher, an einem bestimmten Ort anzukommen? So ganz ohne Navi? Da gab es noch Dinge wie den Autoatlas und Falk-Pläne, die man nach einer bestimmten, stimulierenden Origami-Methode entfaltete. Kennen nur noch die wenigsten. Weil es Handys gibt. Die können einem sagen, wo es lang geht. Oder auch nicht. Zumindest scheint es immer noch total nette Tankwarte zu geben. Die helfen in der Not. Auch wenn es empfehlenswerter ist, sich selbst mit den vier Himmelsrichtungen auszukennen. Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Kritik, Premiere

Dresdner Satire-Preis 2017 für Erik Lehmann und Fee Badenius

Satire altert nicht

von Harald Pfeifer

DRESDEN – Das Spiel auf der kleinen Bühne ist immer wieder neu, wenn das Handwerk stimmt, wie auch der Elan und der Witz schließlich sowohl eine Ursache hat als auch eine gezielte Absicht zu erkennen ist. Das war in Dresden am Wochenende vor Ostern bei Breschke & Schuch wieder einmal deutlich geworden.

Zum vierten Mal wurde dort der Dresdner Satire-Preis vergeben. Eine vierköpfige Jury hatte den Gewinner des Hauptpreises ermittelt, und einen Publikumspreis hatten die Zuschauer vergeben. Mit dem Hauptpreis wurde der Kabarettist Erik Lehmann aus Dresden ausgezeichnet, und das Publikum wählte die aus dem Ruhrgebiet stammende Musikkabarettistin Fee Badenius aus. Weiterlesen …

Wie ein Scheidungsehepaar – Kolumne von HG.Butzko

HG Butzko - Kolumne - design c.wankaLiebe Freunde des politischen Kabaretts,

das prägende Thema im März war die Beziehung zwischen Deutschland und der Türkei, ähnelt sie doch zurzeit einem Scheidungsehepaar im Stadium des kalten Krieges. Was für Angela Merkel aber kein Problem ist. Schließlich kennt sie das alles ja schon von ihrer Beziehung zu Horst Seehofer.

Was wir in Deutschland dabei allerdings nicht vergessen dürfen: Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Satire, Schräges

Fröhliche Anarchoentertainer – „Kommse ran!“ – Premierenkritik The Incredible Herrengedeck

„Kommse ran! – The Incredible Herrengedeck laden ein …“

von Beate Moeller

BERLIN – Ob Berlin denn noch eine weitere Mixed Show braucht – das ist die Frage. Wenn allerdings „The Incredible Herrengedeck“ zu einer solchen einlädt, könnte man schon mal drüber nachdenken…

Die Chanson-Punks präsentieren sich bei der Premiere im Varieté-Saal der Tempelhofer ufaFabrik als Anarcho-Clowns: Pianist Daniel Thylmann im weißen Jackett und mit weißer Federboa am schwarzen Klavier, Gitarrist Tapani Gradmann mit keckem schwarzen Hütchen zum rotem T-Shirt (sic!) und Bassist Robert Rating im viel zu knappen karierten Sakko, das unter den Armen schon aufgerissen ist. Thema Nummer eins: Bezahlbarer Wohnraum, Verteuerung der Mieten im Kiez, den die Touristen vom Reisebus aus anglotzen: „Großstadtsafari im Milieuschutzgebiet, hier sieht man seltene Arten, die es sonst nicht mehr gibt. Füttern verboten!“ Weiterlesen …

Fußballvisionen – Kolumne von HG.Butzko

HG Butzko - Kolumne - design c.wankaLiebe Freunde des politischen Kabaretts,

Dieter Hildebrandt sagte mal: „Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt. Und ein anderer, stets auf’s Neue gern bemühter Satz lautet: „Fußball hat mit Politik nichts zu tun.“ Nimmt man dann noch den Satz: „Fußball ist die schönste Nebensache der Welt.“, und wendet man darauf den klassischen Dreisatz aus der Mathematik an, ergibt das: „Wirtschaft ist die Politik, die dem Fußball keinen Spielraum mehr lässt. Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Satire, Schräges

Der Faschingsfrosch

28. Februar 2017 Hinterlasse einen Kommentar

wetterfrosch - foto (c) faltsch wagoni design cwanka

Hallo, hier kommt euer Faschingsfrosch,

Heuer bin ich als Fake-Frosch gegangen und reihenweise sind sie darauf reingefallen. „Super Froschkostüm! Echt abgefahren!“ haben mir die Jecken hinterhergebrüllt. Die Jeckinnen waren hin und weg, „süß, wie der quakt und sooo natürlich!“ Beim Schunkeln ist denen neben mir ne echte Gänsehaut gewachsen, so super glitschig und kaltblütig war meine Ausstrahlung, „cooler Typ, ey!“. Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Schräges

Anders gesagt … – Kritik Hagen Rether

13. Februar 2017 Hinterlasse einen Kommentar

hagen-rether-foto-klaus-reineltHagen Rether: „Liebe 6“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Hagen Rether ist nicht zufrieden, als er seinen Abend in der ausverkauften Berliner Philharmonie beginnt. Lässig lässt er sich auf einem Bürostuhl vorm Steinway-Flügel nieder. „Ertappen Sie sich auch manchmal dabei, dass Sie froh sind, dass wir die Merkel haben?“, fragt er resigniert. „Weil sie Maria und Josef einen Stall angeboten hat, wird sie jetzt gekreuzigt im christlichen Abendland!“

Schon wird das Schema dieses großartigen Abends sichtbar. Hagen Rether denkt quer zu den allgemeinen Denkmustern. Er hat Spaß daran, eine Sache von links zu betrachten und möglichst auch noch von unten. Warum, so fragt er, werden eigentlich die jährlich eine Million Auswanderer aus Deutschland in der Diskussion nie erwähnt?
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Kategorien:Kabarett, Kritik

Ganz in Schwarz und ohne Blumenstrauß – Kritik Nico Semsrott

5. Februar 2017 1 Kommentar

nico-semsrott_2-foto-fabian-stuertzNico Semsrott: „Freude ist nur ein Mangel an Information 2.5“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Da steht er nun, der Preisträger in der Sparte Kleinkunst des Deutschen Kleinkunstpreises 2017. (Preisverleihung am 5.3.17 im Mainzer unterhaus) Mitten auf der großen Bühne der Berliner Wühlmäuse. Großes Aufheben ist ihm fremd. Nico Semsrott hat seine Kapuzenjacke zugezogen und die Kapuze über den Kopf gezogen. Selbst das Licht ist sparsam: Punktgenau setzt es den Künstler in Szene.

Es scheint Semsrott fast unangenehm zu sein, dass sich 500 Menschen seinetwegen auf den Weg ins Theater gemacht haben. Zurückhaltend agiert er, immer auf der Hut vor dem Scheitern. Denn das ist sein Thema.
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Kategorien:Kabarett, Kritik

Familiendomina, überwiegend heiter – Kritik Tina Teubner

30. Januar 2017 Hinterlasse einen Kommentar

tina-teubner-foto-jens-schneiderTina Teubner & Ben Süverkrüp: „Wenn Du mich verlässt komm ich mit“

von Marianne Kolarik

Alles könnte so gut sein, wenn da nicht immer dieses hinterhältig penetrante Stimmchen wäre. Diese „Maximalzerstörerstimme“: „Äh-Scheiße-da-ist-ja-Stau!“, raunt ihr vorwurfsvoll ins Ohr, „Warum sind wir nicht die A5 gefahren?“ Oder: „Immer-lässt-du-alle-Schranktüren-offen!“.

Während der Pianist und Komponist Ben Süverkrüp unverständliche Baby-Sätze ins Mikro quäkt, breitet die mehrfach ausgezeichnete Sängerin, Musikerin und Performerin Tina Teubner ihre widersprüchlichen Leiden an der Welt vor dem Publikum aus. „Wenn Du mich verlässt komm ich mit“ heißt ihr neues Programm, mit dem sie nach über 25 Jahren auf der Bühne zeigt, was alles in ihr steckt. Weiterlesen …

Der Clip zum Sonntag: Max Uthoff – Ein Volk schafft sich ab!

22. Januar 2017 1 Kommentar

Wenn Rentner Pfandflaschen sammeln und Vollzeitbeschäftigte beim „AMT“ aufstocken müssen, um über die Runden zu kommen, wenn Arbeitssuchende und Hartz-IV-Empfänger sanktioniert werden, während man Banken und Bänker, die hunderte Millionen verzockt haben, rettet, dann läuft irgendetwas hier gehörig gegen die Wand.

 

Quelle: 3sat

Homepage Max Uthoff mit allen TourterminenWorld of Friends

Kategorien:Kabarett, Video

Zweitausendsiebzehn! – der Wetter-Frosch

wetterfrosch - foto (c) faltsch wagoni design cwanka

Liebe Freunde der hoffnungsvollen Unkerei,

wie geht es euch nach den herrlichen Strapazen der Jahreswende und Feiertage? Jetzt nur noch die Heiligen 3 Froschkönige hinter sich gebracht und dann ist erst mal wieder Alltag angesagt. Es lebe der ganz normale Wochentag, in seiner Stinknormalität! Die Völlerei und Böllerei hat ein Ende. Die Besucher sind abgereist, die Reste gegessen, die Tage werden länger, die Nächte auch. Wie das, fragt ihr? Tja endlich mal wieder früh schlafen gehen, herrlich! Wie heißt es doch so schön: wer einatmet muss ausatmen – wer einschläft, muss ausschlafen. Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Schräges

Spekulatius – Kolumne von HG.Butzko

4. Januar 2017 2 Kommentare

HG Butzko - Kolumne - design c.wankaLiebe Freunde der politischen Satire,

das Jahr ist grade mal ein paar Tage alt, und schon stellt sich die Frage: „Kann man denn in diesen Zeiten des Terrors überhaupt noch Kabarett machen?“ Und ich bin zu der Überzeugung gekommen: Man kann nicht. Man muss!

Denn natürlich ist ein Terroranschlag schlimm. Und natürlich fühle auch ich dann Schock, Trauer, Angst und Wut. Wobei ich manchmal nicht weiß, worüber ich Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Satire, Schräges

Tschüss 2016! – Kritik Florian Schroeder & Volkmar Staub

29. Dezember 2016 Hinterlasse einen Kommentar

Zugabe Schroeder Staub – Foto © Frank EidelFlorian Schroeder & Volkmar Staub: „Zugabe – Der kabarettistische Jahresrückblick 2016“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Jedes Jahr Mitte Dezember gehen Florian Schroeder und Volkmar Staub zusammen auf Tour, um Rückschau zu halten auf das zu Ende gehende Jahr. Kurz vor Weihnachten haben sie in den Berliner Wühlmäusen Station gemacht und hinter ihren beiden Schreibtischen auf der Bühne Platz genommen.

So kommt Late-Night-Atmosphäre kommt auf, wenn sich Schroeder und Staub gegenseitig Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Kritik

Worum gehts eigentlich? – Kritik HengstmannBrüder

17. Dezember 2016 Hinterlasse einen Kommentar

hengstmannbrueder-foto-hengstmannbruederDie HengstmannBrüder: „Darum geht’s nicht“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Kabarett in der dritten Generation. Das gibt es in Sachsen-Anhalt. Angefangen hat es mit Großvater Erich, der das Kinderkabarett in der DDR begründete.

Vater Frank wurde auch Kabarettist und seine Söhne Sebastian und Tobias tun es ihm gleich. Die Söhne gemeinsam oder solistisch, der Vater im Ensemble oder als Solist – alle zusammen betreiben mit weiterer familiärer Unterstützung in Magdeburg das Kabarett-Theater „…nach Hengstmanns“. Weiterlesen …

Vier goldene Jahre fürs deutsche Kabarett – Kolumne von HG.Butzko

15. Dezember 2016 Hinterlasse einen Kommentar

HG Butzko - Kolumne - design c.wankaLiebe Freunde des politischen Kabaretts,

mein aktuelles Kabarettprogramm „Menschliche Intelligenz“ ist ab sofort als CD erhältlich. Der Untertitel lautet übrigens: „Oder wie blöd kann man sein?“ Und spätestens seit dem Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in den USA wäre zumindest diese Frage jetzt geklärt. Ich jedenfalls bin übrigens nicht unzufrieden, denn ein US-Präsident Donald Trump bedeutet immerhin vier goldene Jahre fürs deutsche Kabarett. Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Schräges