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Archive for the ‘Chanson/ schräges Liedgut’ Category

Hymnen für Träumer – nach 10 Jahren wieder eine CD von Rainer Bielfeldt

Rainer Bielfeldts neues Soloalbum „Die Erinnerung von Morgen“
von Axel Schock

BERLIN – Die Fans von müssen wahrlich Geduld haben. Ein Jahrzehnt haben sie auf ein neues Album des Komponisten, Songwriters und Pianisten warten müssen. Auch als 2003 „Alles nur ein Traum“ erschein, kam dies fast einem Comeback gleich. Acht Jahre und acht Programme lang war er zuvor als Bühnenpartner mit Gayle Tufts erfolgreich durch die Lande getourt. Doch erst als dieses Kapitel beendet war, fand er wieder die Zeit, um sich wieder der eigenen Chansonnierkarriere widmen und einfach nur „Sänger sein“ zu können (um einen seiner Albumtitel zu zitieren). Weiterlesen …

Rabenschwarzer Humor und ein ausgeprägtes Sprachgefühl – Kritik Michael Feindler

Michael Feindler: „Artgerechte Spaltung“

von Marianne Kolarik

Er sieht in „Artgerechte Spaltung“ keinen Zusammenhang zwischen dem Kreuzchen, das er auf dem Wahlzettel hinterlassen hat und dem derzeitigen Zustand der Politik in Berlin, der 1989 in Münster geborene Kabarettist Michael Feindler. Dabei weiß er nur zu gut, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Es sei denn, es handele sich um einen Junggesellen-Abschiedsabend. Der ist in der Regel genauso würdelos wie es scheint. Stopp. Hierhin gehört die Anmerkung, dass es sich bei Feindler um einen Gitarre spielenden Feministen handelt, der selbst am besten weiß, wie schwer es Männer haben. Und dass die Natur kein moralisches Empfinden besitzt. Weiterlesen …

Heiter und unangepasst – Wenzel-CD

25. Januar 2018 Hinterlasse einen Kommentar

Neue Kinderlieder von Wenzel: „Ick sitze da und esse Klops“

von Harald Pfeifer

Bei „Matrosenblau“ ist eine CD mit Kinderliedern von Wenzel erschienen. Vor 12 Jahren gab es schon mal eine mit altbekannten, wie „Fuchs du hast die Gans gestohlen“, „Winter adé“ oder „Ich geh mit meiner Laterne“. Solche, die einfach zum Erinnern verführen.

Für die neue CD „Ick sitze da und esse Klops“ hat Wenzel 22 Lieder ausgewählt, die er in den vergangenen Jahren fürs Theater geschrieben hat. In denen ist vom Herrn Litfaß die Rede, von Katzen oder Klops, freilich wird auch von Prinzessinnen oder Weiterlesen …

30. Internationale Kulturbörse Freiburg eröffnet

22. Januar 2018 Hinterlasse einen Kommentar

Jubliäumsbörse vom 21. bis zum 24. Januar 2018

von Beate Moeller

FREIBURG – Mit einer furiosen gemeinsamen Gala wurden am Sonntag in Freiburg die 30. Internationale Kulturbörse und das Freiburg Grenzenlos Festival eröffnet. Selbst drei Stunden aufregende Show können nur andeuten, wie viele Kunstarten die Wunderkiste mit der Aufschrift „Kleinkunst“ enthält. Weiterlesen …

Der Clip zum Sonntag: Kostron & sein Manager – Deutscher Kohl

21. Januar 2018 Hinterlasse einen Kommentar

Berserker im Samtanzug – Kritik Sebastian Krämer

6. Dezember 2017 Hinterlasse einen Kommentar

Sebastian Krämer & Metropolis-Orchester Berlin
Uraufführung: „Im Glanz der Vergeblichkeit – Vergnügte Elegien“

von Carlo Wanka und Beate Moeller

BERLIN – Man erlebt viel in Berlin, und es ist auch nicht selten, dass Menschen vor Kassenhäuschen stehen und fragen, ob man ihre Karte kaufen möchte. So war auch am Kartenschalter des Heimathafens Neukölln eine Traube von Leuten ganz aus dem Häuschen. Fieberten, wollten sie doch eine Karte des total ausverkauften Konzerts ergattern. Warum?

Mit Pauken und Trompeten, Geigen und etlichen anderen Weiterlesen …

Komm ein bisschen mit nach Empörien – Kritik Faltsch Wagoni

6. November 2017 Hinterlasse einen Kommentar

Faltsch Wagoni: „Auf in den Kampf, Amore!“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Wie wäre es mit einem neuen Staat? Als ob es die Probleme um Katalonien geahnt hätte, gibt sich das Duo Faltsch Wagoni dieser Träumerei hin. Da wird dann alles besser sein: Weil sich die Demokratie nicht recht bewährt hat, soll jetzt eine Monarchie her. Mit Silvana Prosperi als Königin und Thomas Prosperi als Volk, oder genauer Folks. Das passt, denn Thomas hat an der Gitarre etwas mehr zu tun als Silvana, die sich überwiegend am Cajón der Rhythmusgestaltung hingibt.

Wort und Musik halten sich die Waage. Besonders gelungen Weiterlesen …

Der Clip zum Sonntag: Annika Frerichs – Zeit zu geh’n

5. November 2017 Hinterlasse einen Kommentar

Stimmen wir uns ein auf die ruhigere Jahreszeit …

HP.: Annika Frerichs

Bayerischer Charme überzeugt beim Köln Comedy Festival – Kritik

29. Oktober 2017 1 Kommentar

Martina Schwarzmann - Foto © Cartsen Bunnemann Gregor WiebeMartina Schwarzmann: „Genau Richtig!

von Marianne Kolarik

KÖLN – Sie sei wie die meisten Leute: mittelgscheit, mittelalt und mittelschön. Behauptet zumindest die bayerische Musik-Kabarettistin Martina Schwarzmann in ihrem funkelnagelneuen Programm „Genau Richtig“, mit dem sie im Rahmen des Köln Comedy Festivals in der Comedia gastierte, von sich selbst. Eine riesige Untertreibung. Sie ist nämlich etwas ganz Besonderes, diese Frau aus dem oberbayerischen Dorf Überacker/Landkreis Fürstenfeldbruck, wo sie 1979 an einem Rosenmontag geboren wurde. Zum Glück – nicht nur für uns Zuschauer.

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Ladies Night beim Köln Comedy Festival 2017 – Kritik

25. Oktober 2017 Hinterlasse einen Kommentar

Nessi Tausendschön präsentiert Lisa Politt, Annamateur und das Suchtpotenzial

von Marianne Kolarik

KÖLN – „Ihr seid ein phantastisches Publikum,“ tiriliert die Gastgeberin Nessi Tausendschön, „ich sage das nicht oft“, fügt sie in der Comedia hinzu, wo die bewährte „Ladies Night“ im ausverkauften Haus zum x-ten Mal über die Bühne geht. „Sie sind auch so facettenreich und sensibel“, fügt die Moderatorin im schwarzen Anzug mit Schlips und weißem Hemd hinzu. Die männliche Anmutung war ihrer Eröffnungsansprache als Harvey Weinstein (der neue Männerbeauftragte) Weiterlesen …

Mama auf LSD, Gitarren okay – Kritik Simon & Jan

24. Oktober 2017 Hinterlasse einen Kommentar

Simon & Jan - Foto © Michael J RuettgerSimon & Jan: „Halleluja!“

von Marianne Kolarik

KÖLN – Schon merkwürdig: Auch Simon & Jan werden älter. Das merken sie unter anderem daran, dass Leonard Cohen (1934-2016), ein Held ihrer Kindheit, gestorben ist. Nach dem von ihm geschriebenen Song „Halleluja!“ haben sie ihr drittes abendfüllendes Programm benannt, mit dem sie im Laufe des Köln Comedy Festivals in der Comedia gastierten – und das die Zuschauer am Ende des Abends zu einem großen Chor verschmolz, der auf zwei „Dirigenten“ hörte.

Zu Beginn hatten sie das Weiterlesen …

Ungezügelt sündhaft – Sia Korthaus Premierenkritik

23. Oktober 2017 Hinterlasse einen Kommentar

Sia Korthaus Köln - Foto © Simin KianmehrSia Korthaus: „Lust auf Laster“

von Marianne Kolarik

KÖLN – Nein, Fernfahrer hatten sich nicht ins Senftöpfchen-Theater verirrt, um alles über Laster zu erfahren. In „Lust auf Laster“, so der Titel des neuen Programms von Sia Korthaus, mit dem sie im Rahmen des Köln Comedy Festivals eine umjubelte Premiere feierte, ging es vielmehr um verbotene Leidenschaften wie Wollust („auch Lust kann zum Laster werden“), Völlerei und Faulheit – also ganz alltägliche „Sünden“, die das gewisse Etwas besitzen, kurz: sexy sind.

Dabei belässt es Korthaus allerdings nicht. Sie holt auch eine Vierjährige und die circa 90jährige Oma Emmi auf die Weiterlesen …

Faust im Lavendelbad – Premierenkritik Sven Ratzke

19. Oktober 2017 Hinterlasse einen Kommentar

Foto © Barbara Braun_MuTphotoIn seiner neuen Show „Homme Fatale“ unternimmt Sven Ratzke einen musikalischen Roundtrip

von Axel Schock

BERLIN – Sven Ratzke hat ganz offenbar zu heiß gebadet. Oder der vermeintliche Lavendelextrakt enthielt noch ganz andere Ingredienzen und hat ihm ordentlich die Sinne vernebelt. Für Menschen, die auch auf Bühnenbrettern ein Mindestmaß an Rationalität abfordern, wäre dies wohl die einzige Erklärung, um dem deutsch-niederländischen Entertainer auf seinem Trip folgen zu können.
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Stilvoll abgehen, aber vorher richtig l(i)eben – Kritik Reinhild Kuhn

 

Reinhild Kuhn: „Up-Leben. Ein lebensfroher Abend über die Vergänglichkeit.“

von Beate Moeller

BERLIN – Reinhild Kuhn bringt Glanz in eine Sperrmüllansammlung, die an Schäbigkeit ihresgleichen sucht und sich keck „Theater Zukunft“ nennt. Offene Mauerbruchstellen (sic!) umrahmen den als Bühne genutzten Platz. Auf dem Boden ein verblichener Billigteppich. Pianistin Fee Stracke muss auf einem hölzernen Küchenstuhl sitzen, der irgendwann vielleicht mal hellblau oder türkis angestrichen gewesen sein mag. Elegant am Mikrofon die Sängerin Reinhild Kuhn im Weiterlesen …

Mit Vollgas durch die Schlacht des Lebens – Kritik Patrizia Moresco

29. Mai 2017 1 Kommentar

Patrizia Moresco: “Die Hölle des positiven Denkens“

von Carlo Wanka – mit Fotostream am Ende

BERLIN – Tagelang habe ich mich nun gequält, um eine Rezension zu Patrizia Morescos neuem Bühnenprogramm zu verfassen, die dem Anspruch der mich sehr belustigenden und zeitweise sehr faszinierenden Show dieser Lady gerecht werden lässt. Weiterlesen …