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Archive for the ‘Cabartainment’ Category

Mehr open On Air geht nicht – radioeins Parkfest 2016

8. September 2016 Hinterlasse einen Kommentar

2016-09-04-radioeinsfest-gleisdreieck-01a-foto-carlo-wankaAm Sonntag beim radioeins Parkfest am Gleisdreieck

von Carlo Wanka

BERLIN – Interessierte Berliner checken natürlich täglich ihre Checkpoint-Mail, die innovativ über det olle Berlin informiert. Eine wirklich coole Idee vom Tagesspiegel, die mit ‚Leute‘ noch bezirksmäßig erweitert wurde. So erreichte uns die Nachricht, dass bei der Talkrunde auch Kabarettist Florian Schroeder auftritt. Also rauf aufs Rad und nichts wie hin.
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Kategorien:Cabartainment, Radio, Spezial

„Kule Bentoder“ – bei Juppy, Willy und Rudi

5. September 2016 1 Kommentar

2016-09-03 Sommerfest ufaFabrik open - Foto © Carlo WankaBeim Sommerfest Boulevard der ufaFabrik 2016

von Carlo Wanka

BERLIN – Seit 2014 veranstaltet das internationale Kulturzentrum ufaFabrik in Tempelhof sein Sommerfest Boulevard: ein buntes, reichhaltiges Programm auf dem 18.500 Quadratmeter großen Gelände. Ein Teil war mit Marktständen bestückt, jedoch, obwohl es extra handverlesene, nach ökologischen Gesichtspunkten ausgewählte Angebote waren, konnte ich mich nicht sehr dafür begeistern. Es war kein Markttreiben mit freudig gestimmten Händlern und Kunden, sondern eher ein spießiges Feilbieten. Wobei es an ein paar wenigen Ständen echt schön war. Das mit der Ökologie haben die Leute von der ufaFabrik hervorragend umgesetzt – man denke nur an die begrünten Dächer mit Solaranlagen. Wen es interessiert, sollte mal Ökologische Schritte seit 1976 klicken. Weiterlesen …

Der Mond leuchtet über Berlin: „Frau Luna“ – nostalgische Erscheinung

16. Juni 2016 1 Kommentar

2016-06-16 Frau Luna im Tipi - Cora Frost Venus - Foto © Carlo WankaDie „Frau Luna“-Produktion mit einer Kleinkunst-All-Star-Besetzung im Berliner Tipi wirft erste Schatten voraus

von Axel Schock

BERLIN – Das Ganze hat durchaus etwas Größenwahnsinniges. Fans des Kabaretts in all seinen Schattierungen leuchten die Augen angesichts dieses Casts: Auf dem Besetzungszettel finden sich die Geschwister Pfister, Thomas Pigor und Benedikt Eichhorn, Cora Frost und Gerd Thumser, Ades Zabel, Fausto Israel und Max Gertsch, Gustav Peter Wöhler, Sharon Brauner und Annamateur. Wer wagt, ein solches Unternehmen überhaupt auf die Beine zu stellen, muss wahnsinnig – und leidenschaftlich sein.
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The ‚Dirty Dancing Drummer‘ is knocking on Heaven’s Door

15. Dezember 2015 Hinterlasse einen Kommentar

Michael Clifton an seinem LieblingsplatzDer Schlagzeuger Michael Clifton ist gestorben

von Carlo Wanka

BERLIN – Künstler kommen und gehen. Berlin ist geradezu ein Umsteigebahnhof. Manchmal aber geht einer für immer. Jetzt ist wieder einer aufgestiegen in den Olymp der großen Show: Michael Clifton.

Berlin ist die Weltstadt der Künstler und jeder präsentiert sein Können, jeder findet seine Bühne und sein Publikum und jeder integriert sich in seinem Genre. Und dann gibt es Erscheinungen, die, wenn man sie einmal erlebt hat, nie vergisst. Michael war eine solche. Er kam aus Denver/ Colorado und war zu einer Größe der Berliner Jazzszene geworden. Genauso trieb er sich aber auch auf der Varieté-Bühne herum. Weiterlesen …

Tabubruch mit dem Vorschlaghammer

DŽsirŽe Nick: Retro-MuschiPremiere im Tipi am Kanzleramt: Désirée Nick zeigt uns ihre „Retro-Muschi“

von Axel Schock

BERLIN – Für Überraschungen hat Désirée Nick im Laufe ihrer Karriere freilich immer wieder mal gesorgt. Mit zotig-schamlosen Witzen, wie man sie bis dahin nur von Drag Queens kannte, eroberte sie zunächst vor allem in der Schwulenszene ein dankbares Publikum; mit rücksichtslosem Promi-Bashing fand sie dann ein neues, auch schlagzeilenträchtiges Betätigungsfeld.

Es irritierte dann umso mehr, dass sie sich nicht nur in den intellektuellen Untiefen des „Dschungelcamps“, sondern auch in deutschen Adelskreisen bestens auskennt und dass sie über theologische Grundsatzfragen gleichermaßen fundiert streiten kann wie über den Anti-Feminismus einer Eva Hermann („Eva go home“). Weiterlesen …

Nichts für fromme Betschwestern: Burlesque queer – Kritik

Briefs Captain KiddDie australische Varieté-Truppe „Briefs“ präsentiert im Tipi nackte Tatsachen

von Axel Schock

BERLIN – Diese Jungs lassen sich nicht lange bitten. Schon am Ende der ersten Ensemble-Nummer, bei der sie die Kunst des Federfächer-Tanzes zur Perfektion treiben, haben sie sich ihrer prächtigen Kostüme auch schon entledigt.

Dass sich die australische Truppe ausgerechnet „Briefs“ (zu deutsch: Schlüpfer) nennt, kommt nicht von ungefähr. Die halbe Zeit dieses fulminant-unterhaltsamen Abends haben die Herren nämlich nicht viel mehr auf dem Leib – abgesehen von Lidschatten, Brusthaar, Pumps, Perücken oder manch anderer schräger Kopfbedeckung. Und bisweilen reicht es dann auch nicht einmal mehr zu einer richtigen Unterhose. Weiterlesen …

Tunten, Trash und Tränen – Premierenkritik

Les Cagelles 01 - Foto © Adrienne GerhäuserDie Bar jeder Vernunft verwandelt sich für „La Cage aux Folles“ – „Ein Käfig voller Narren“ zum Broadway en miniature

von Axel Schock

BERLIN – Oberammergau hat seine Passionsspiele, Berlin die Bar jeder Vernunft. Auch da gibt’s im Zehn-Jahres-Rhythmus eine neue, ganz große Show jenseits des klassischen Programms aus Kabarett, Chanson und Entertainment.

Das „Weiße Rössl“ von 1994 (unter anderem mit Max Raabe, den Geschwistern Pfister und Otto Sander) ist längst Operettenlegende. Vincent Paterson‘s Kammerversion des Musicals „Cabaret“ (2004) wurde wegen des immensen Erfolges mehrfach wieder aufgenommen und zog konsequenterweise ins große Schwesterhaus, das Tipi am Kanzleramt.

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Unterhaltsame Aufklärung – Kritik Eckart von Hirschhausen

14. Dezember 2013 1 Kommentar

Eckart v Hirschhausen Wunderheiler 01 - Foto Frank EidelDr. med. Eckart von Hirschhausen: „Wunderheiler – wie sich das Unerklärliche erklärt“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Sieben Abende lang füllt er die Berliner Universität der Künste bis auf den letzten Platz mit seiner einmaligen Mischung aus Medizin, Entertainment und Magie. Die Premiere seines Programms „Wunderheiler“ feierte Eckart von Hirschhausen Anfang November in Bonn. Weiterlesen …

Kategorien:Cabartainment, Kritik

Ganz in Weiß, doch ohne Blumenstrauß – Bodo Wartke & The Capital Dance Orchestra

23. Oktober 2013 1 Kommentar

Swingende Notwendigkeit - Bodo Wartke - Foto N. Martensen & T. KlapschBodo Wartke & The Capital Dance Orchestra: „Swingende Notwendigkeit“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Bei der Wiederaufnahme des Programms „Swingende Notwendigkeit“ am Montag im Berliner Admiralspalast waren noch ein paar Plätze frei. Völlig unverständlich, denn Bodo Wartke und The Capital Dance Orchestra bringen ein Programm auf die Bühne, das sich gewaschen hat. Weiterlesen …

Gewinner der Freiburger Leiter 2013 & Fotostrecke von Linn Marx

7. Februar 2013 2 Kommentare

25. IKF Ehrentafel - Foto © Carlo WankaFREIBURG (bm) – Am Ende der 25. Internationalen Kulturbörse Freiburg wurden die Gewinner der „Freiburger Leitern“ bekannt gegeben.

In der Sparte Musik hat sich das Publikum für

Pippo Polina aus Italien entschieden,

in der Sparte Theater erhielt

Sascha Korf die meisten Stimmen.

In diesem Jahr zum ersten Mal dabei: die Sparte Straßentheater.

Naoto, der mehrmalige Weltmeister im Yoyo, ist auch in Freiburg der Gewinner.

 liveundlustig gratuliert den Ausgezeichneten!

Hier nun noch Bilder und Eindrücke von der 25. IKF

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24. Internationale Kulturbörse Freiburg 2012 – Kritik

27. Januar 2012 Hinterlasse einen Kommentar

Beate Moeller und Marianne Kolarik auf der IKF 2012von Marianne Kolarik

ca. 370 Aussteller & ca. 170 Live-Kurzauftritte
aus 23 Ländern – Themenschwerpunkt:
Katalonien und die Balearen
Berichterstattung mit Fotos unter anderem von Linn MarxLinn Marx_Microbutton w

ich freue mich schon auf 2013! Weiterlesen …

IKF 2011 – 23. Internationale Kulturbörse Freiburg

4. Februar 2011 Hinterlasse einen Kommentar
Ausstellerbereich - foto © IKF

Ausstellerbereich – foto © IKF

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23. IKF 2011

 

Roger Stein, B. Moeller, Béatrice Schmidt, Holger Paetz

Roger Stein, B. Moeller, Béatrice Schmidt, Holger Paetz

 

Fotostrecke und Bericht von Marianne Kolarik über die Kulturbörse 2012

Fotos: Carlo Wanka
© 2011 BonMoT-Berlin

Deutscher Kleinkunstpreis 2011

4. November 2010 6 Kommentare

kkpreis-glocken 2011Eine 19köpfige Jury aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hat gewählt und das Ergebnis kann sich sehen lassen:

 Frank Lüdecke – Rainald Grebe – Ulan und Bator – Dota – der Ehrenpreis geht an Klaus Peter Schreiner
Die Preisverleihung findet am 13. März 2011 um 20 Uhr im Mainzer Forum-Theater unterhaus statt.
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Deutscher Kleinkunstpreis 2010

4. November 2009 5 Kommentare

Palkat der Künstler Mainz 2010 700x700

 Eine 21köpfige Jury aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hat gewählt und die Gewinner sind:
Erste Deutsche Zwangsensemble
Tina Teubner und Ben SüverkrüpO SchubertMatthias Egersdörfer der Ehrenpreis geht an Henning Venske und Jochen Busse.
Die Preisverleihung fand am 21. Februar 2010 im Mainzer Forum-Theater unterhaus statt. 3sat sendete am Freitag, 29. Oktober 2010 um 2.25 Uhr Weiterlesen …

Der CABINET-PREIS

15. Oktober 2006 Hinterlasse einen Kommentar

     Der Cabinet-Preis

Der Cabinet-Preis ist ein deutscher Kleinkunstpreis, der von 1999 bis 2008 vergeben wurde. Er diente der Förderung der Kleinkunst in den neuen Bundesländern und war auch nur von Künstlern aus diesen Regionen zu gewinnen. Bloß für Berliner galt die Ausnahme, dass sich auch Künstler aus dem ehemaligen Westteil bewerben durften.


Hier finden Sie die Liste der Gewinner

 

I Für viele Künstler stellte er sich tatsächlich als Sprungbrett in die “gesamtdeutsch” Karriere

LAUDATIO für ANNAMATEUR 15. Oktober 2006

Cabinet Preis 2006-10-15 Moritzbastei Leipzig

KUNST KOMMT VON KÖNNEN

Sehr verehrte Anna Maria Scholz, liebe AnnaMateur,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

es ist mir eine ganz besondere Freude, dass Annamateur heute mit dem Cabinet-Preis 2006 in der Sparte Musik ausgezeichnet wird. Als Jurymitglied habe ich für sie gekämpft, und nach dem, was wir gerade erleben durften – plaudere ich wohl kaum ein Geheimnis aus, wenn ich Ihnen verrate, dass dieser Sieg leicht zu erringen war. Man muss kein erfahrener Experte in der Heiterkeitsbeurteilung sein, um zu bemerken, dass Annamateur einfach spitze ist! (Das spüren sogar Amateure!)

Annamateur zieht uns in ihren Bann. Aus Talent und Temperament macht sie Kunst: Ihre sensationelle Stimme, die einfach nur eine Mordsröhre genannt werden muss, und ihr uriger Humor lassen eine unvergleichliche Antidiva entstehen, die in keine Schublade passt – weder optisch noch musikalisch. Eine Bühnenfigur von eckigem Charakter, trotzig, wild und leidenschaftlich, aber dennoch eine durchaus runde Erscheinung.

Ihre ungebremste Power trifft mitten ins Herz, ihr Gesang geht unter die Haut. Eine Sängerin mit einer ausgebildeten Jazz-Stimme, eine die den Soul nicht nur singt, sondern ihn hat – so eine Sängerin ist auf der Chanson-Bühne nun mal schlicht und einfach die absolute Ausnahme. Ihre eigenen Lieder verblüffen mit unerwarteten Wendungen und erheitern mit einer üppigen Portion Selbstironie. Wenn sie bekannte Songs covert, ist sie viel mehr als nur eine unter vielen Interpretinnen. Sie wagt sich an das schwere Material von Weltstars, an Lieder, die jeder in der international erfolgreichen Version kennt – dazu gehören Mut (um nicht zu sagen: Frechheit, Keckheit, Chuzpe) und Können – und es gelingt Annamateur mit ihrer musikalischen Minimalbesetzung, dem Original neue Dimensionen zu verpassen. Das ist Kunst!

Der Cabinet-Preis wird an Nachwuchskünstler, also an junge Künstler aus dem Osten Deutschlands vergeben. Das heißt nicht, dass sie Anfänger oder Amateure sein müssen. Unter diesen Bedingungen hätte Annamateur nicht die geringste Chance auf den Preis gehabt. Die Vollblutmusikerin ist Profi, selbst wenn ihr Künstlername voller Understatement eine andere Assoziation auslöst. In Dresden ist sie bereits weltberühmt. Ich wünsche ihr eine erfolgreiche Künstlerinnenkarriere, und ich hoffe, dass Dir, Du ausgezeichnete Annamateur, der Cabinet-Preis dabei als ein Meilenstein die Unterstützung sein kann, als der er gedacht ist. Meine sehr geehrten Damen und Herren, erlauben Sie mir deshalb nun bitte, die Trophäe schleunigst zu überreichen – an Annamateur!!!!!

© 2006 Beate Moeller. Laudatio gehalten anlässlich der Verleihung des Cabinet-Preises in der Sparte Musik am 15 .10. 2006 in der „moritzbastei“ in Leipzig

 

 

INFO
Der Preis ist nach seinem Sponsor benannt, der ostdeutschen Zigarettenmarke Cabinet. Er wurde alljährlich im Herbst während der Leipziger Lachmesse verliehen. Die Satirezeitschrift Eulenspiegel veröffentlichte zuvor die Ausschreibung und die Nominierungen. Eine Jury aus Fachjournalisten ermittelte die Preisträger in den Sparten Kabarett, Musik und Comedy, die jeweils 2.500 Euro Preisgeld erhielten. Nach der Einführung der Nichtraucherschutzgesetze in der Bundesrepublik Deutschland zog sich Cabinet als Geldgeber zurück.

 

Pro Kategorie war der Cabinet-Preis mit 2500 Euro dotiert.

Hier finden Sie die Liste aller Preisträger auf Wikipedia