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Posts Tagged ‘Kritik’

Lebenslauf und Weltgeschehen – Kritik Gerd Dudenhöffer

Gerd Dudenhoeffer - Foto © Handwerker Promotion - denkbetriebGerd Dudenhöffer als Heinz Becker:
„Vita. Chronik eines Stillstandes“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Liegt es am Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz zum Deutschen Kleinkunstpreis 2015, dass Gerd Dudenhöffer jetzt auf den Lebensweg seiner Kunstfigur Heinz Becker zurückblickt?

Ende April fand die Premiere in Leipzig statt, jetzt hat er auf seiner Tour mit dem Programm „Vita. Chronik eines Stillstandes“ im Berliner Kabaretttheater „Die Wühlmäuse“ Station gemacht. Seine Kunstfigur Heinz Becker hat sich im neuen Programm nicht verändert. Weiterlesen…

Kategorien:Kabarett, Kritik

Eigentlich ganz glücklich – Kritik Ehnert vs. Ehnert

25. Mai 2015 2 Kommentare

2015-04-23 Ehnert versus Ehnert im BKA - Foto © Carlo Wanka 01aEhnert vs. Ehnert: „Zweikampfhasen“

von Beate Moeller

BERLIN – „Ein bulgarisches Sprichwort sagt: Der Teufel weiß alles. Bloß er kennt nicht den Ort, an dem die Frauen ihre Messer schleifen.“ – Aber vorne angefangen:

Hand in Hand betritt es die Bühne, das strahlende Paar, das zähnebleckende Eheglück. Jennifer und Michael Ehnert, seit acht Jahren perfekt verheiratet. Zwei, die sich gefunden haben, um „come what may“ den Widrigkeiten des Lebens zu trotzen – die große Liebe ohne Anfang und ohne Ende, schicksalsschwer ins Gold graviert.

Doch was ist geworden aus der Verliebtheit von vor acht Jahren? Michael Ehnert brüllt die Antwort den Zuschauern im Kreuzberger BKA-Theater entgegen: „Wir sind angekommen in der Ruhe und Gelassenheit des Paaralltags!“ Weiterlesen…

Kategorien:Kabarett, Kritik

Blödsinn auf dem Boden der Tatsachen – Kritik Ulan & Bator

19. Mai 2015 1 Kommentar

Ulan + BatorUlan & Bator: „Irreparabeln“

von Marianne Kolarik

Wer wartet hier worauf? Zwei Männer in dunkelgrauen Anzügen sitzen auf der Bühne – auf zwei schwarzen Stühlen, mit deren Hilfe sie später ein grandios komisches Konzert („Klassik modern“) geben werden. Aus ihren Hosentaschen ziehen sie bunte Bommel-Wollmützen, ziehen sie auf ihre Köpfe. Aus ihren Mündern fließt eine Art synchroner Scat-Sprache, ein Silben-Wortsalat mit jazzigen Anklängen.

„Irreparabeln“ heißt das neue Programm von Sebastian Rüger und Frank Smilgies, zwei Schauspieler, die nicht nur den Dadaismus beerbt, sondern mit ihren surrealen Miniaturen eine völlig neue Spielart von Comedy erfunden haben. Weiterlesen…

Kategorien:Comedy, Kleinkunst, Kritik

Hanns Dieter Hüsch zum 90. Geburtstag – Kritik

9. Mai 2015 1 Kommentar

Hanns Dieter Huesch 90Eine Hommage von Franz Hohler und Erwin Grosche im Mainzer unterhaus

von Hans-Jürgen Lenhart

MAINZ – Hanns Dieter Hüsch war einer der wichtigsten Vertreter des literarischen Kabaretts, das eigentlich in seiner Verbindung mit Theater und Musik die Urform des Kabaretts darstellt. Ende des letzten Jahrhunderts stand es ein wenig im Schatten des politischen Kabaretts und inzwischen spürt auch dieses längst den Schatten von Comedy. Grund genug, zu erinnern, dass etliche stilprägende Kabarettisten gerade diesem literarischen Kabarett entstammen. Zum 90. Geburtstag Hanns Dieter Hüschs würdigten Franz Hohler und Erwin Grosche nun ihren einstigen Kollegen und Freund mit einem besonderen Programm. Die ausverkaufte Veranstaltung zeigte, dass Hüsch 15 Jahre nach seiner letzten Tour und zehn Jahre nach seinem Tod 2005 unvergessen ist. Weiterlesen…

Kategorien:in memoriam, Kabarett, Kritik

Konzentriert aufs Lied – Annika Frerichs jetzt mit Band – Kritik

Annika Frerichs - Foto Aljosha NickelAnnika Frerichs: „gemeinsam unterwegs tour 2015“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Im April hat sich die Wahl-Würzburgerin Annika Frerichs auf Tour begeben. Ihre Lieder hat sie in ganz Deutschland gespielt. Zum ersten Mal übrigens gemeinsam mit zwei weiteren Musikern. In Berlin machte sie in der Kleinkunstbühne Corbo in Treptow Station.

Das erste Lied „Begegnungen“ singt Annika Frerichs noch solo am Klavier. Doch schon zum zweiten Lied „Ich fühl‘ Dich“ kommen Daniel Feldmeier und Oliver Dannhauser dazu. Weiterlesen…

Ein Abend wie Vanille-Knoblauch-Eis – Premierenkritik Till Reiners

23. April 2015 1 Kommentar

Till Reiners im Mehringhoftheater – Foto Carlo Wanka © BonMoT-Berlin Ltd.Till Reiners: „Auktion Mensch“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Im gut besuchten Berliner Mehringhoftheater hat Till Reiners die Premiere seines Programms „Auktion Mensch“ gefeiert. Die beiden Programmhälften trennt eine Pause – die Qualität der beiden Hälften ein riesiger Graben.

Till Reiners wirkt in seinem zweiten Programm gefälliger als im ersten. Die dunkelblonden Haare sind etwas kürzer und immer noch sauber gescheitelt. Und dann dieses Lächeln! Weiterlesen…

Kategorien:Kabarett, Kritik, Premiere

Der wohl integrativste Stand-Upper der New Generation – Ausgehtipp

Masud - Foto masud-comedy_comMasud Akbarzadeh vier Tage lang in der ufaFabrik

BERLIN – „Kindisch-ernste Stand Up-Impro-Comedy“ (Gilles Chevalier auf liveundlustig) ist wohl die treffende Beschreibung für den schlagfertigen jungen Mann, der auf seine freche, aber charmante Art immer einen lockeren Spruch parat hat.

Durch Masuds Augen wird die alltägliche Welt zu einem aufregenden Spielplatz voller Fantasie, aber auch bitter-süßer Realität. HIER geht’s zu unserer Premierenkritik. Weiterlesen…

Kategorien:Comedy, News/ Termine

Auf den Unsinn kommt es an – Dernierenkritik Wolfgang Trepper

Trepper - Nich mit mir - Foto PRWolfgang Trepper: „Nich‘ mit mir!“

Eigentlich besprechen wir hier aktuelle Programme und gerne lenken wir auch die Aufmerksamkeit auf Künstler, die erst seit kurzem ihre Bühnenprogramme präsentieren. Eigentlich. Denn diesmal ist das richtig schief gegangen! Unseren Kritiker Gilles Chevalier führte der Weg dieser Tage nämlich in das ausverkaufte Berliner Kabaretttheater „Die Wühlmäuse“ zu einem Auftritt von Wolfgang Trepper.

von Gilles Chevalier

BERLIN – An diesem Abend spielte der Künstler sein Programm „Nich‘ mit mir“ zum letzten Mal. Und unbekannt Weiterlesen…

Kategorien:Kabarett, Kritik

Irgendwas mit Kabarett – Klamauk im Distel-Studio

18. März 2015 2 Kommentare

Kabarett Distel JK - ESC Show - Falsch verbuendetJunges Kabarett: „Falsch verbündet – Europa retten in Echtzeit!“ – an diesem Wochenende noch einmal

von Gilles Chevalier

BERLIN – Diese Vier haben noch keinen Ensemblenamen, so weit sind sie noch nicht. Im Moment sind sie noch Schauspiel-Studierende an der Fritz-Kirchhoff-Schule „Der Kreis“ in Berlin. Eine Schule, die auch Günter Pfitzmann einst besucht hat.

In Zusammenarbeit mit der Master School Drehbuch ist ein Kabarettprogramm entstanden, das an diesem Wochenende erneut im Distel-Studio in der Friedrichstraße gezeigt wird.
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Mit wachem Geist und einer Schwäche für die Klamotte – DVDs von und mit Dieter Hildebrandt

Dieter Hildebrandt  - DVD Cover TackerfilmHildebrandts letztes Programm „Ich kann doch auch nichts dafür…“ und die beiden Klamödien „Star im Nest“ und „Wurm im Bau“

von Marianne Kolarik

Soest, Februar 2013: Dieter Hildebrandt tritt mit seinem letzten Programm „Ich kann doch auch nichts dafür…“ in der nordrhein-westfälischen Kleinstadt auf. Rüdiger Daniel hatte von ihm die Erlaubnis bekommen, den Abend aufzeichnen zu dürfen. Er wollte den im November 2013 gestorbenen Kabarettisten für die WDR-Sendereihe „Lachgeschichten“ porträtieren. Daraus ist nichts mehr geworden. Aber nun liegt das letzte filmische Dokument eines Bühnenauftritts von ihm vor. – Während man ihm zusieht und –hört, ist es, als begegne man ihm. Da sitzt er mit funkelnden Augen, einen Stapel Papier vor sich auf dem Tisch, die Brille auf- und absetzend und liest freisprechend und frei haspelnd vor. Weiterlesen…

Kategorien:DVDs, Kabarett

Swingende Jonglagen voller Leichtigkeit – Premierenkritik Robert Wicke

M_300_RobertWicke_C_Toofan HashemiRobert Wicke: „Rob’s Balls and Beatz – Comedy meets Juggling meets Beatbox“

von Gilles Chevalier

BERLIN – In der Berliner ufaFabrik hat der Jongleur und Beatboxer Robert Wicke mit seinem Programm „Rob‘s Balls and Beatz – Comedy meets Juggling meets Beatbox“ Premiere gefeiert. Er beweist, dass man um ein großartiges Programm keine großen Worte machen muss.

Es wird viel zu viel geredet. Das ist der Leitgedanke von Robert Wicke, der kein Wort zu viel verliert. Stattdessen stürzt er sich auf alles, was Geräusche macht. Weiterlesen…

Boulevard brutal – Kritik Ingolf Lück

27. Februar 2015 Hinterlasse einen Kommentar

Ingolf Lück Seite eins 01 - Foto Volker ZimmermannIngolf Lück: „Seite eins“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Im Berliner Tipi am Kanzleramt hat Ingolf Lück die Berlin-Premiere des Theaterstücks „Seite eins“ gefeiert. Das Lehrstück von Johannes Kram, der Ende der Neunziger als PR-Stratege von Guildo Horn für Wirbel sorgte, zeigt exemplarisch die Mechanismen des Boulevard-Journalismus auf und gibt Ingolf Lück ganz nebenbei die Möglichkeit, sich von einer anderen als der komischen Seite zu zeigen.

Er spielt Marco, einen erfahrenen Reporter einer Boulevardzeitung. Viele Geschichten hat er in seinem Blatt schon, nun sagen wir, gestaltet. Jeden Tag jagt er nach einer neuen Story für die „Seite eins“. Anfangs zeigt er sich verwundbar, will Weiterlesen…

Kategorien:Kabarett, Kritik

Frohgemut in der Hoffnungslosigkeit – Kritik Zärtlichkeiten mit Freunden

26. Februar 2015 1 Kommentar

2015-02-21 Zärtlichkeiten mit Freunden - BKA - Foto © Carlo Wanka 062aZärtlichkeiten mit Freunden: „Rico Rohs und das Ines Fleiwa Quartett“

von Beate Moeller

BERLIN – Übelst krass: Dass so eine bekannte Band sich ausgerechnet kurz vor dem Auftritt entzweit. Nach den heftigen Differenzen in der vergangenen Woche, die „menschlich indiskutabel“ waren, bleibt Cordula Zwischenfisch jedoch nichts anderes übrig, als noch kurz vor Beginn der Show im BKA-Theater seinen Abschied anzukündigen und die Bühne zu verlassen.

Das Aus für Zärtlichkeiten mit Freunden. Nomen est eben doch nicht immer omen.

„Das war sinnlos“ hätte vermutlich der verächtliche Kommentar von Rico Rohs mal wieder gelautet, hätte er Weiterlesen…

J. S. Bach trifft Michael Jackson – Kritik Wildes Holz

13. Februar 2015 Hinterlasse einen Kommentar

Wildes Holz - Foto Harald HoffmannWildes Holz: „Astrein“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Das Trio „Wildes Holz“ hat eine Mission: Die drei Musiker wollen die Blockflöte von ihrem Grundschul-Image befreien. Ihr drittes Programm „Astrein“, das in dieser Woche in der Berliner ufaFabrik gefeiert wurde, stellt meisterhaft Verbindungen zwischen Klassik, Pop und Rock her.

Tobias Reisige hat dazu ein ganzes Arsenal von Blockflöten mitgebracht. Je größer die Instrumente sind, desto tiefer ist ihr Klang. Das geht bis zum mannshohen selbstgebauten Tieftöner, Weiterlesen…

Erinnerung an 20 Jahre in zwei Stunden – Premierenkritik Schwarze Grütze

7. Februar 2015 1 Kommentar

SAMSUNGSchwarze Grütze: Das Besteste

von Harald Pfeifer

LEIPZIG – 20 Jahre sind für ein Duo eine Ewigkeit. In so einer Zeit haben sich die meisten Zweiergruppen schon mehrmals verzankt und wieder vertragen. Von außen gesehen, haben Stefan Klucke und Dirk Pursche die Jahre andauernder Nähe schadlos überstanden.

Und gemeinsam ist die Schwarze Grütze zum Markenzeichen für Heiterkeit, Übermut im Zeitgeist und künstlerischer Disziplin geworden. Anders wäre der gemeinsame Erfolg auch nicht denkbar gewesen. Denn was sie da auf der Bühne vollführen, ist Teamarbeit. Weiterlesen…

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