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Posts Tagged ‘Kritik’

Mit Cello, Charme und Duden – Kritik Carrington-Brown

26. November 2016 Hinterlasse einen Kommentar

Carrington-Brown 10Carrington-Brown: „10“ – Premiere in der Bar jeder Vernunft

von Gilles Chevalier

BERLIN – Die ersten Worte im neuen Programm „10“ von Rebecca Carrington und Colin Brown werden nicht von den beiden Künstlern gesprochen. Die beiden Engländer lassen dem Ältesten auf der Bühne den Vortritt, und das ist das Cello Joe. 235 Jahre hat es inzwischen am Stachel und nun Gelegenheit, sein bisheriges Leben vorbeiziehen zu lassen.

Bei ihrer Großmutter haben Rebecca Carrington und Joe zusammengefunden. Daraus hat sich eine never-ending story entwickelt. Weiterlesen …

Halbstark im Übergang – Premierenkritik Maria Vollmer

31. Oktober 2016 Hinterlasse einen Kommentar

maria-vollmer-foto-ulrike-reinkerMaria Vollmer: „Push-up, Pillen & Prosecco“

von Marianne Kolarik

Ganz schön sexy: diese Maria in den „besten Jahren“, wohnhaft in einer Einfamilienhaus-Siedlung in Köln-Nippes, Mutter zweier pubertierender Söhne und Gemahlin von Rainer, der mit beiden Beinen tief in einer Midlifecrisis steckt, hat alle Hände damit zu tun, die Nerven zu bewahren. Älterwerden ist schließlich kein Zuckerschlecken, selbst wenn man es als Übergangsphase („ich werde übergangen“) definiert.

Vollmer – so ihr Nachname – legt mit „Push-up, Pillen & Prosecco“ Weiterlesen …

Vom Schreibtisch auf die Couch – Kritik Hans Gerzlich

26. Oktober 2016 Hinterlasse einen Kommentar

hans-gerzlich-foto-pr-hans-gerzlich_600Hans Gerzlich: „So kann ich nicht arbeiten“

von Marianne Kolarik

KÖLN – So ein BWL-Studium hat entschieden etwas Gutes: Man lässt sich so schnell nichts mehr vormachen, was die miesen Praktiken von Konzernen angeht. Als gemeiner Arbeitnehmer ist man den hohen oder weniger hohen Herrschaften hilflos ausgeliefert. Erst hat die Menschheit mühsam das Sprechen und Schreiben gelernt, dann kam das Handy. Kurz: sie hat sich von der Bodenhaltung, über die Käfighaltung bis zur Buchhaltung hochgearbeitet.
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Kategorien:Comedy, Kritik

Selbst denken mit Uta Köbernick

24. Oktober 2016 Hinterlasse einen Kommentar

Uta Köbernick "Auch nicht schlimmer: Uta Köbernick singt Rabenlieder"Uta Köbernick: „Grund für Liebe“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Uta Köbernick hat im Varieté Salon der ufaFabrik in Berlin-Tempelhof ihr aktuelles Programm „Grund für Liebe“ gespielt. Abwechslungsreich ist der Abend, voller Wendungen und Überraschungen. Zwischen Geige, akustischer Gitarre und manchmal auch dem Textbuch muss sich die Künstlerin immer wieder entscheiden. Den Geschmack der Zuschauer trifft Uta Köbernick mit ihren Songs und Aphorismen allemal.

Am Bühnenrand stehend, spricht sie ihre Randbemerkungen: „Nur weil Sie hochschauen, heißt das Weiterlesen …

Verbaler Tausendsassa: Zymny

23. Oktober 2016 Hinterlasse einen Kommentar

zymny-foto-jan-brandes_600Jan Philipp Zymny: „Bärenkatapult“

von Marianne Kolarik

KÖLN – Er könnte das Ergebnis einer Kreuzung von Ernst Jandl und Helge Schneider sein: Von Ersterem hat Jan Philipp Zymny die Lust an sprachlichen Neuschöpfungen geerbt, von Schneider den Hang zum Unsinn.
„Bärenkatapult“ heißt das erste Solo-Programm des komödiantischen Nachwuchses, Prix-Pantheon-Gewinners 2016 und erfolgreichen Poetry-Slammers, mit dem er im Club Bahnhof Ehrenfeld im Rahmen des 26. Köln Comedy Festivals gastierte, ein verbaler Tausendsassa, dessen Wurzeln in Wuppertal sind. Weiterlesen …

Kategorien:Kleinkunst, Kritik

Achterbahnfahrt für Wirklichkeitsverbraucher mit Fritz Eckenga

22. Oktober 2016 1 Kommentar

fritz-eckenga-foto-philipp-wente_600Fritz Eckenga: „Frisch von der Halde“

von Marianne Kolarik

KÖLN – Da hat sich im Lauf der Zeit einiges angesammelt: „Frisch von der Halde“ heißt das neue Programm von Fritz Eckenga, mit dem er im Rahmen des 26. Köln Comedy Festivals in der Comedia die kleinen grauen Zellen der Zuschauer einer Generalüberholung unterzog. Fast drei Stunden lang redete er auf sie ein, trug Gedichte und Shakespeare-Übersetzungen in Ruhrhochdeutsch vor – und traf mit seinem lakonischen Humor mitten ins Epi-Zentrum ihres Verstandes. Unter dessen Diktat sich auch die Befindlichkeit des Wort-Künstlers ständig ändert. Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Kritik

Gehörig zugehörig – Kritik Moritz Neumeier

19. Oktober 2016 1 Kommentar

Moritz Neumeier - Foto © BonMoT-Berlin LtdMoritz Neumeier: „Stand Up“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Mit seinem zweiten Solo-Programm „Stand Up“ ist Moritz Neumeier angekommen – nicht nur im Mehringhof-Theater in Kreuzberg, wo er kürzlich ein Gastspiel gab. Neumeier ist angekommen in der Gruppe der Jungen Wilden im Kabarett. Konsequent geht er seinen Weg, der immer wieder durch Unsicherheiten und Fragen gekennzeichnet ist.

Neumeier möchte nämlich auch gerne dazugehören. Zum Beispiel zu einer Gruppe, die sich bei einem Small Talk kennenlernt. Aber, so sagt er: Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Kritik

Explosion auf der Bühne – Stimmung! – Kritik Konrad Stöckel

4. Oktober 2016 Hinterlasse einen Kommentar

Konrad Stöckel: Wie man mit AC/DC das Licht aus macht

von Carlo Wanka

2016-10-01-konrad-stoeckel-in-den-wuehlmaeusen-2-foto-carlo-wankaBERLIN – 16:27 Uhr fand am Samstag, den 1. Oktober 2016, eine Hausstaubexplosion statt. Eine riesige Stichflamme schoss auf der Bühne hoch. Menschen kamen nicht zu Schaden. Es war auch ganz klar kein Terroranschlag in den Wühlmäusen, auch musste die Feuerwehr nicht eingreifen, denn Konrad Stöckel, der Wissenschaft- und Freak-Show Spezialist, hatte die Situation im Griff.

Der Hamburger Spaßlaborant und Trixer Konrad Stöckel war nach Berlin gekommen, um mit seiner Wissenschafts-Show einige Aha-Effekte zu präsentieren. Mit absurdem Entertainment, irren Versuchen und viel Konfetti heizte er dem Publikum ordentlich ein. Weiterlesen …

Kategorien:Comedy, Kritik

Viele Meter Meta-Ebenen – Kritik Timo Wopp

29. September 2016 1 Kommentar

2016-09-28 Timo Wopp - MHT 1 - Foto© Carlo WankaTimo Wopp: „Moral – Eine Laune der Kultur“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Timo Wopp ist ein Tausendsassa. Mit tausend Ideen im Kopf, die er in gefühlten tausend Worten pro Viertelstunde auf das Publikum loslässt. „Moral – Eine Laune der Kultur“ heißt sein aktuelles Programm, das er dieser Tage im Berliner Mehringhoftheater zeigt.

Moral, so seine These, ist eine wandelbare Sache. Sie ist stets von der Umgebung abhängig. Und dieser Blick auf die Umgebung kann sich ändern, wenn man eine andere Perspektive einnimmt. Oder einnehmen muss. Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Kritik

Heute Abend ist die Welt gerettet! – Uraufführungskritik Gayle Tufts

22. September 2016 2 Kommentare

gayle-tufts-superwoman_01-foto-robert-reckerGayle Tufts: „Superwoman“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Zur Uraufführung ihrer Musik-Show „Superwoman“ hat Gayle Tufts ins Tipi am Kanzleramt geladen. Klar, in einer Welt, in der sich die Menschheit lediglich „from Caveman to Taliban“ entwickelt hat, braucht es eine „Superwoman“ um aufzuräumen.

Gayle Tufts erledigt diese Aufgabe nicht allein – sie bedient sich der Unterstützung des glänzenden Pianisten Marian Lux und des schlagfertigen Perkussionisten Martin Krause. Sarunas Kirdeikis und Carl Richardson, zwei behände agierende Tänzer der „Superhelden Dance Crew“, sorgen für den richtigen Dreh. Weiterlesen …

St. Ingberter Pfannen für Delta Q., Cornelia Fritzsche mit Ursula von Rätin und Daphne de Luxe

9. September 2016 Hinterlasse einen Kommentar

logo_sting-sieger-blass_2016Vier Preise für drei Gewinner

ST.INGBERT – Nach vier Tagen Wettkampf der zwölf teilnehmenden Einzelkünstler und Gruppen im saarländischen Sankt Ingbert stehen die Gewinner fest. Die Jury vergibt ihre beiden gleichwertigen Preise an die A-Capella-Gruppe Delta Q. und die Puppenspielerin Cornelia Fritzsche mit ihrer Rattenpuppe Ursula von Rätin.

Der vom Kultusminister gestiftete Preis der Jugendjury geht an Daphne de Luxe.
Bleibt noch zum Schluss das Votum des Publikums. Das entschied sich ebenfalls für die vier Jungs von Delta Q. aus Berlin.

Jeder der vier Preise ist mit einer exklusiven Kupferpfanne aus französischer Herstellung und 4.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am Freitag, 9. September 2016 in der Stadthalle von Sankt Ingbert statt. Weiterlesen …

Woche der Kleinkunst in St. Ingbert 2016 – Vierter Wettbewerbstag

8. September 2016 1 Kommentar

logopfanne-4-tag-2016Liese-Lotte Lübke, Alain Frei und Belle Mélange

von Gilles Chevalier

ST. INGBERT – Am letzten Wettbewerbstag in St. Ingbert tritt Liese-Lotte Lübke vor das Publikum, um Ausschnitte aus ihrem Programm „Kopf in den Sand“ zu spielen. Sie setzt sich an den Flügel und wundert sich über den „Silberwald“, also die vielen Grauhaarigen im Publikum. Ein freundliches Mitmach-Lied mit Aufstehen und Tanzen leitet den Auftritt ein.
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Woche der Kleinkunst in St. Ingbert 2016 – Dritter Wettbewerbstag

7. September 2016 1 Kommentar

philipp-scharri-foto-2016-bonmot-berlin-ltdDie Mobilés, Jens Heinrich Claassen und Paul Weigl

von Gilles Chevalier

ST. INGBERT – Am dritten Abend kann der Moderator des Wettbewerbs, Philipp Scharri, gleich neun Künstler zu einem Auftritt bitten. Scharri hält sich mit seinen Moderationen und Warm-ups für die Fernsehaufzeichnungen auch in diesem Jahr erfreulich zurück. Weniger ist eben mehr, was sogar für seinen Anzug gilt, der in diesem Jahr in einem angenehmen Blau gehalten ist.
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Woche der Kleinkunst in St. Ingbert 2016 – Zweiter Wettbewerbstag

5. September 2016 3 Kommentare

LOGOpfanne 2-Tag 2016Ursula von Rätin, Daphne de Luxe und Starbugs Comedy

von Gilles Chevalier

ST. INGBERT – Ein Dresdner Frauenduo der besonderen Art eröffnet den zweiten Wettbewerbstag: Ursula von Rätin zeigt Ausschnitte aus dem Programm „Kabaratte sich wer kann“.

Ursula von Rätin ist eine Puppe in Gestalt einer Ratte, deshalb ist sie auf die Hilfe der Puppenspielerin Cornelia Fritzsche angewiesen. Ursula hieß übrigens in ihrem früheren Leben Volodya und war ein Rattenbock. Er spielte im Puppentheater Dresden und verschwand nach der Wende für mehr als zehn Jahre im Fundus, wo er von Cornelia Fritzsche gefunden und kurzerhand einer Geschlechtsumwandlung unterzogen wurde. Weiterlesen …

Woche der Kleinkunst in St. Ingbert 2016 – Erster Wettbewerbstag

4. September 2016 3 Kommentare

St Ing pfanne 2016 - S Ratzke - Foto © BonMot-Berlin LtdJohannes Kirchberg, Sandra Da Vina und Delta Q.

von Gilles Chevalier

ST. INGBERT – Zur Eröffnung des Wettbewerbs um die 31. St. Ingberter Pfanne ist Johannes Kirchberg aus Hamburg angereist. Kirchberg präsentiert Ausschnitte aus seinem Chansonkabarett „Wie früher, nur besser“. Ein „unpolitisch-korrektes Kabarett“ soll es werden, sagt er. Trotzdem lässt er sich über die merkwürdige Interpretation des miesen Wahlergebnisses durch den Parteivorsitzenden aus. Und über die geringe Wahlbeteiligung bei der Brexit-Abstimmung. Also den Künstler bloß nicht beim Wort nehmen! Weiterlesen …