Archive

Posts Tagged ‘Kritik’

Viele Meter Meta-Ebenen – Kritik Timo Wopp

29. September 2016 Hinterlasse einen Kommentar

2016-09-28 Timo Wopp - MHT 1 - Foto© Carlo WankaTimo Wopp: „Moral – Eine Laune der Kultur“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Timo Wopp ist ein Tausendsassa. Mit tausend Ideen im Kopf, die er in gefühlten tausend Worten pro Viertelstunde auf das Publikum loslässt. „Moral – Eine Laune der Kultur“ heißt sein aktuelles Programm, das er dieser Tage im Berliner Mehringhoftheater zeigt.

Moral, so seine These, ist eine wandelbare Sache. Sie ist stets von der Umgebung abhängig. Und dieser Blick auf die Umgebung kann sich ändern, wenn man eine andere Perspektive einnimmt. Oder einnehmen muss. Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Kritik

Heute Abend ist die Welt gerettet! – Uraufführungskritik Gayle Tufts

22. September 2016 1 Kommentar

gayle-tufts-superwoman_01-foto-robert-reckerGayle Tufts: „Superwoman“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Zur Uraufführung ihrer Musik-Show „Superwoman“ hat Gayle Tufts ins Tipi am Kanzleramt geladen. Klar, in einer Welt, in der sich die Menschheit lediglich „from Caveman to Taliban“ entwickelt hat, braucht es eine „Superwoman“ um aufzuräumen.

Gayle Tufts erledigt diese Aufgabe nicht allein – sie bedient sich der Unterstützung des glänzenden Pianisten Marian Lux und des schlagfertigen Perkussionisten Martin Krause. Sarunas Kirdeikis und Carl Richardson, zwei behände agierende Tänzer der „Superhelden Dance Crew“, sorgen für den richtigen Dreh. Weiterlesen …

St. Ingberter Pfannen für Delta Q., Cornelia Fritzsche mit Ursula von Rätin und Daphne de Luxe

9. September 2016 Hinterlasse einen Kommentar

logo_sting-sieger-blass_2016Vier Preise für drei Gewinner

ST.INGBERT – Nach vier Tagen Wettkampf der zwölf teilnehmenden Einzelkünstler und Gruppen im saarländischen Sankt Ingbert stehen die Gewinner fest. Die Jury vergibt ihre beiden gleichwertigen Preise an die A-Capella-Gruppe Delta Q. und die Puppenspielerin Cornelia Fritzsche mit ihrer Rattenpuppe Ursula von Rätin.

Der vom Kultusminister gestiftete Preis der Jugendjury geht an Daphne de Luxe.
Bleibt noch zum Schluss das Votum des Publikums. Das entschied sich ebenfalls für die vier Jungs von Delta Q. aus Berlin.

Jeder der vier Preise ist mit einer exklusiven Kupferpfanne aus französischer Herstellung und 4.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am Freitag, 9. September 2016 in der Stadthalle von Sankt Ingbert statt. Weiterlesen …

Woche der Kleinkunst in St. Ingbert 2016 – Vierter Wettbewerbstag

8. September 2016 1 Kommentar

logopfanne-4-tag-2016Liese-Lotte Lübke, Alain Frei und Belle Mélange

von Gilles Chevalier

ST. INGBERT – Am letzten Wettbewerbstag in St. Ingbert tritt Liese-Lotte Lübke vor das Publikum, um Ausschnitte aus ihrem Programm „Kopf in den Sand“ zu spielen. Sie setzt sich an den Flügel und wundert sich über den „Silberwald“, also die vielen Grauhaarigen im Publikum. Ein freundliches Mitmach-Lied mit Aufstehen und Tanzen leitet den Auftritt ein.
Weiterlesen …

Woche der Kleinkunst in St. Ingbert 2016 – Dritter Wettbewerbstag

7. September 2016 1 Kommentar

philipp-scharri-foto-2016-bonmot-berlin-ltdDie Mobilés, Jens Heinrich Claassen und Paul Weigl

von Gilles Chevalier

ST. INGBERT – Am dritten Abend kann der Moderator des Wettbewerbs, Philipp Scharri, gleich neun Künstler zu einem Auftritt bitten. Scharri hält sich mit seinen Moderationen und Warm-ups für die Fernsehaufzeichnungen auch in diesem Jahr erfreulich zurück. Weniger ist eben mehr, was sogar für seinen Anzug gilt, der in diesem Jahr in einem angenehmen Blau gehalten ist.
Weiterlesen …

Woche der Kleinkunst in St. Ingbert 2016 – Zweiter Wettbewerbstag

5. September 2016 3 Kommentare

LOGOpfanne 2-Tag 2016Ursula von Rätin, Daphne de Luxe und Starbugs Comedy

von Gilles Chevalier

ST. INGBERT – Ein Dresdner Frauenduo der besonderen Art eröffnet den zweiten Wettbewerbstag: Ursula von Rätin zeigt Ausschnitte aus dem Programm „Kabaratte sich wer kann“.

Ursula von Rätin ist eine Puppe in Gestalt einer Ratte, deshalb ist sie auf die Hilfe der Puppenspielerin Cornelia Fritzsche angewiesen. Ursula hieß übrigens in ihrem früheren Leben Volodya und war ein Rattenbock. Er spielte im Puppentheater Dresden und verschwand nach der Wende für mehr als zehn Jahre im Fundus, wo er von Cornelia Fritzsche gefunden und kurzerhand einer Geschlechtsumwandlung unterzogen wurde. Weiterlesen …

Woche der Kleinkunst in St. Ingbert 2016 – Erster Wettbewerbstag

4. September 2016 3 Kommentare

St Ing pfanne 2016 - S Ratzke - Foto © BonMot-Berlin LtdJohannes Kirchberg, Sandra Da Vina und Delta Q.

von Gilles Chevalier

ST. INGBERT – Zur Eröffnung des Wettbewerbs um die 31. St. Ingberter Pfanne ist Johannes Kirchberg aus Hamburg angereist. Kirchberg präsentiert Ausschnitte aus seinem Chansonkabarett „Wie früher, nur besser“. Ein „unpolitisch-korrektes Kabarett“ soll es werden, sagt er. Trotzdem lässt er sich über die merkwürdige Interpretation des miesen Wahlergebnisses durch den Parteivorsitzenden aus. Und über die geringe Wahlbeteiligung bei der Brexit-Abstimmung. Also den Künstler bloß nicht beim Wort nehmen! Weiterlesen …

Leben heißt Veränderung – Kritik Özcan Cosar

30. August 2016 1 Kommentar

Özcan Cosar - Foto Gianni D. PhotographyÖzcan Cosar: „Du hast dich voll verändert“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Open-Air-Veranstaltungen sind eine tolle Sache. Richtig angenehm sind sie aber erst, wenn sie auch überdacht sind – so wie der Open-Air-Bereich in der Berliner ufaFabrik. So hatte der zeitweilige Regen keine Chance, die gute Stimmung bei Özcan Cosars Auftritt zu trüben.

„Du hast dich voll verändert“ heißt das zweite Programm des schwäbischen Comedians mit türkischen Eltern. Die Verbindung des Künstlers zur Türkei spiegelt sich auch im Publikum wieder: Weiterlesen …

Kategorien:Comedy, Kritik

Gut abgehangen – Kritik Götz Frittrang

10. August 2016 Hinterlasse einen Kommentar

Goetz Frittrang - Foto © Peter WollerGötz Frittrang: „Wahnvorstellung – Kabarett am Rande des Nervenzusammenbruchs“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Der Kabarettist Götz Frittrang leistet es sich, mit zwei Programmen seinen Tourplan zu gestalten. Das ältere der beiden, „Wahnvorstellung – Kabarett am Rande des Nervenzusammenbruchs“, macht etwa ein Drittel seiner Auftritte aus. Dieser Tage zeigte er es im Berliner BKA-Theater.

Es war überraschend gut besucht – obwohl die Vorstellung bei hochsommerlichen Temperaturen stattfand. Frittrang genießt die Aufmerksamkeit des Publikums im klimatisierten Saal und redet Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Kritik

Der bittere Spaß eines Ernstvogels – CD-Besprechung

„Hoffnungslos optimistisch“ – Christoph Sieber

von Carlo Wanka

Sieber dreht sich die Welt wie sie ihm gefällt, ach nee – er dreht auf, weil ihm vieles nicht gefällt. Vieles fällt aus heiterem Himmel ihm zu Füßen, er tritt drauf, kickt es an, buckelt sich mit ab und bringt es auf der Bühne auf den Punkt. Er will sich nicht echauffieren, doch manchmal bleibt einem wie ihm da keine Alternative – es muss sein. Es ist so vieles in Schieflage und manches voll verdreht, so auch seine neue CD, die mit Applaus beginnt und dann … kein „Guten Abend“ oder flapsiges „Hallöchen“. Weiterlesen …

Patrizia Moresco – sie beißt nicht, sie will nur spielen … Programmtipp

8. Juni 2016 1 Kommentar

Patrizia Moresco - Foto © BonMot-Berlin - Carlo WankaPatrizia Moresco: “Bissfest – Dolce Vita im Sparschwein“

von Carlo Wanka

BERLIN – Das Licht geht aus, das Licht geht an. Moresco kommt in einem raffinierten schottisch angelegtem Outfit auf die Bühne und legt ein schwungvolles Opening hin. Das hält die nie durch. Doch! Bis zum letzten Atemzug der Zugaben, erlebt man einen Wirbelwind an Komik, Wortwitz, Gesang und alle Arten von Charakteren…
So begann die Kritik 2014, als sie uns mit „Bissfest“ provozierte. Jetzt ist es so gut wie abgespielt, und eine Patrizia ist zu sehr Italienerin, als dass sie nur halbe Sachen machen würde. ‚Ganz oder gar nicht‘, ist ihre Devise, und wer Bissfest noch nicht erlebt hat, wird nie mehr erfahren, was al dente auf der Bühne bedeutet.

Patrizia Moresco ist mit ihrem Programm „Bissfest – Dolce Vita im Sparschwein“ im Berliner Raum nur noch vom 8. Juni bis zum 11. Juni 2016 im BKA zu erleben. Wer zu spät kommt, den bestraft … lassen wir das, aber so ist es eben mit den Ulknudeln.  Am 8.8. schaut  sie noch mal kurz in der Dortmunder Westfalenhalle vorbei, um anschließend mit „Frau Jahnke“ zu touren. Und danach?  …  erfindet sie sich wieder neu! Nicht weil sie so ist, sondern weil sie es einfach kann. Und wir sind voller Spannung was Frau Moresco uns in ihrem neuen Programm „Die Hölle des positiven Denkens!“ aufkochen wird. Die Premiere findet in Stuttgart statt. Erst, wenn sie den Süden dann narrisch gemacht hat, dürfen wir sie am 28.10 2016 wieder im BKA begrüßen. Sämtliche Termine HIER auf ihrer Homepage.

Als Beilage zur Pasta bieten wir Ihnen jetzt hier – heiß und exklusiv – die komplette Kritik mit Fotoschau.

 © 2016 BonMoT-Berlin
Fotos: BonMoT-Berlin

 

Polka, Pop und Wodka: Die Geschichte der Familie Popolski – Kritik

PawelPopolski - Foto Stephan_PickPawel Popolskis Wohnzimmershow
„Der wissen der Wenigste“

von Hans-Jürgen Lenhart

FRANKFURT-HÖCHST – „Willkommen in der wunderschone Mehrzweckhalle von Frankfurt-Chochst“, begrüßt Ober-Popolski Pawel mit gekonnt polnischem Akzent das Publikum im „Neuen Theater“ und verteilt diesem erst mal Wodka. Die Gläser muss man natürlich auf Kommando auf Ex trinken und in hohem Bogen hinter sich werfen.

Da kommt Stimmung auf. Alles ist auf Polen-Klischees eingestellt: Ohne Wodka geht nix und ohne Polka gäbe es bis heute keinen Pop.
Weiterlesen …

Unehrlich tut niemandem weh – Kritik Helmut Schleich

2016-04-02 Helmut Schleich - ufa 1 - Foto © Carlo WankaHelmut Schleich: „Ehrlich“
von Beate Moeller

BERLIN – Vieles, was ein gutes Kabarettprogramm haben sollte, hat „Ehrlich“ von Helmut Schleich: Der Solist spielt verschiedene Figuren. Das teilt einen langen Abend in Abschnitte auf. Gestik, Mimik und Sprechweise werden so schnell gewechselt wie die Kostüme auf offener Bühne. Dazu reicht ein Kleiderständer als Bühnenbild – neben Tisch und Stuhl. Das Minimum für die Kleinkunst.

Schauspielerisch sauber sind die Rollen gearbeitet – egal ob Heinrich von Horchen mit weißem Schal und Zylinder (der Gesangslehrer von Annodazumal: Willy Fritsch, Marika Rökk und Johannes Heesters), Franz Josef Strauß oder der Künstler selbst im großmustrigen Rosenjackett. Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Kritik

Große radioeins Satire-Show-Talk – Freiheit für Böhmermann!

14. April 2016 1 Kommentar

Radioeins-Kommentatoren-Talk
am Sonntag
17. April 2016, 12.00 Uhr

Tipi am Kanzleramt - Foto © Carlo WankaPressemitteilung – Spaß beiseite, denn ein böses Gedicht des TV- und radioeins-Moderators Jan Böhmermann in der ZDF-Sendung „Neo Magazin Royale“ wird zur Staatsaffäre. Seit Montag ist klar: der türkische Präsident Recep Erdogan hat bei der Mainzer Staatsanwaltschaft einen Strafantrag wegen Beleidigung gestellt. Der Hintergrund: in einem als „Schmähgedicht“ gekennzeichneten Beitrag hatte Böhmermann Erdogan als „Ziegenficker“ bezeichnet, der „sackdoof, feige und verklemmt“ sei. In den Augen der türkischen Regierung ein „schweres Verbrechen“. Weiterlesen …

Kategorien:News/ Termine

Ehrlich gut: Helmut Schleich dieser Tage in Berlin

31. März 2016 1 Kommentar

Helmut Schleich Ehrlich - Foto © Martina Bogdahn„Ehrlich“ heißt kurz und knapp der Titel. Seit heute und noch bis zum Samstag, 2. April, spielt der bayerische Kabarettist Helmut Schleich sein Solo in der ufaFabrik. Kurz nach der Uraufführung Anfang Mai 2014 hat unser Kritiker Gilles Chevalier das Stück im Berliner Mehringhoftheater gesehen und – war begeistert. Grund genug, die Kritik von damals noch mal hervorzukramen.
Eine Empfehlung.

von Gilles Chevalier

BERLIN – Mit sieben Charakteren gestaltet Helmut Schleich einen aufregenden Abend. Elfmal wechselt er dabei auf offener Bühne die Figuren.
Weiterlesen …

Kategorien:Kabarett, Kritik